mit alten ähnlichen Reklamemitteln erregt werden kann, gehört
zweifellos zur assoziativen Wirkung der neuen Mittel. Untersuchungen
über die Assoziationswirkung von Reklamen liegen
auch vor, wenn man vielen Versuchspersonen etwa tachistoskopisch
ein Inserat mit dem Bild eines Eisbären darbietet und sie
fragt, welche Gegenstände durch diese Reklame empfohlen zu
werden scheinen. In einem ähnlichen Versuche von C. Piorkowski
erinnerte der Bär fast in allen Fällen an Pelzangebote,
während das Inserat Kühlmaschinen empfahl. Die assoziative
Wirkung der untersuchten Reklame erwies sich demnach hier als
verfehlt, der Assoziationswert des Inserats als schlecht.
Auch Schriftzeichen haben übrigens insofern mehr oder weniger
verschiedenen assoziativen Charakter und Assoziationswert,
als sie zu verschiedenen Reklameobjekten mehr oder weniger gut
passen, also Stimmungen assozlieren, die verschiedenen Reklameobjekten
mehr oder weniger konform sind. Für lyrische Gedichte
scheinen zierliche Typen besser zu passen als monumentale Schriftzeichen,
die man vielleicht eher für religiöse Werke wählen wird.
Überhaupt muß bei einer Reklame alles zusammen und auch zur
Ware passen, wenn nicht ihr Gefühlswert leiden soll. Schwere
Maschinen wird man daher nicht gerade mit kleinen, heiteren
weiblichen Gestalten umgeben. Jeder Teil und jede Komponente
eines Reklamemittels muß sich der vorliegenden „Atmosphäre“
fügen. Auch der Atmosphärenwert. von Reklamen kann Gegenstand
des Experiments werden. So hat z. B. W. 8. Heller durch
Feststellungen der Urteile der Versuchspersonen den größeren
oder geringeren Atmosphärenwert von zwölf verschiedenen Pakkungen
ein und desselben Artikels untersucht.
Das angedeutete Verfahren, wo eine Versuchsperson Reklameobjekte
nach der Ähnlichkeit mit anderen ordnet, fällt unter
den Begriff der Wertordnungsmethoden. Solche Methoden liegen
auch vor, wenn eine Versuchsperson eine große Anzahl von Plakaten
nach anderen Assoziationsgesichtspunkten oder auch nach
6 Marbe, Werbung. Be
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