Full text: Psychologie der Werbung

Außer den Schul- und Lehrbüchern gibt es auch andere Werke, 
die wir nicht zum Durchlesen kaufen und die uns auch dann 
wertvoll sind, wenn uns nicht ihr Besitz als solcher reizt. Hierher 
gehören Sprach- und Konversationslexika, Fachkalender, Adreß- 
bücher, Kochbücher und überhaupt Nachschlagebücher aller Art. 
Die Nachschlagebücher können zu den praktischen Gebrauchs- 
büchern gerechnet werden. Zu diesen gehören. auch Reisebücher, 
Gesangbücher u. a. Übrigens können Bücher der verschieden- 
sten Art, je nach Umständen, zu praktischen Gebrauchs- 
büchern werden. So wird ein Gelehrter oder Praktiker zwar viel- 
fach Bücher kaufen, um sie zu lesen, er wird aber auch manches 
wissenschaftliche Werk, das an sich kein Nachschlagebuch ist, 
nur deshalb anschaffen, um gelegentlich dies oder jenes in ihm 
nachzusehen. Auch Lehrbücher können, besonders wenn sie ein 
Fach betreffen, dem der Gelehrte fernersteht, für ihn gelegent- 
lich zu Nachschlagebüchern werden. Auch Zeitschriften wissen- 
schaftlicher und anderer Art können zum Lesen und Nach- 
schlagen. erworben werden. 
Ein großer Teil von Büchern wird endlich nicht zur eigenen 
Benützung, sondern zu Geschenkzwecken gekauft. Hierher ge- 
hören etwa die Bilderbücher und I ugendschriften, die wir unseren 
Kindern zu Unterhaltungs- und Belehrungszwecken zur Ver- 
fügung stellen. Hierher gehören aber auch schöngeistige Werke, 
Kunstmappen und überhaupt Bücher der verschiedensten Art. 
Denn jedes Werk kann unter Umständen als Geschenk in Frage 
kommen. 
Alle diese Ausführungen sind gewiß nicht weltbewegend. Sie 
konnten aber unmöglich übergangen werden. Denn die buchhänd- 
lerische Reklame muß sich natürlich nach den Zwecken richten, 
die für Büchereinkauf maßgebend sein können. Diese Zwecke 
sind wesentlich, aber wie wir sahen keineswegs ausschließlich von 
den Buchgattungen abhängig. 
Hieraus folgt, daß bei der Reklame für das einzelne Buch oder 
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