76 Monopolisierung der wirtschaftlichen Güter
Arbeit ist‘; sie konnte nur „mit Nachdruck“ auf diese Frage
mit einem „Nein!‘““ antworten. 1598 Menschen hatten nach
ihren Feststellungen ein Einkommen von mehr als 100 000
Dollars; aber nur ein Viertel aller Familienväter war in der
Lage, ohne die Mitarbeit anderer F amilienmitglieder auch
nur das Existenzmininum aufrecht zu erhalten, 37% der
Mütter mußten arbeiten. Von dem Umfang der Armut bekäme
man, so meint die Kommission, die beste Vorstellung,
wenn man die Zahl der Armenbegräbnisse betrachte, da ein
so starkes Widerstreben dagegen bestehe: in der Stadt New
York‘ aber sei bereits unter ı2 Beerdigungen eine, die auf
öffentliche Kosten erfolge111, Nicht besser als die Industriearbeiter
stehe die Masse der landwirtschaftlichen Bevölkerung;
besonders auf den großen Grundstücken seien die Löhne
äußerst niedrig, die Behausung elend und die Nahrung mangelhaft,
und der landwirtschaftliche Arbeiter wandere hoffnungslos
von einer Farm zur andern 112,
Die Klagen richten sich nicht gegen die Wirtschaftsordnung,
sondern gegen das, was unter den Händen der Amerikaner
im Laufe der Zeit aus ihr geworden ist. Der ständig
wachsende Reichtum des Landes, die ununterbrochen fortschreitende
Aufschließung immer neuer, ungeahnter Hilfsquellen,
die durch nichts beengten Möglichkeiten, die der
Kapitalismus gefunden hatte, hatte einer verhältnismäßig
kleinen Anzahl von Erfolgreichen einen immensen Besitz in
die Hände gespielt. Die dadurch hervorgerufene Monopolisierung
der wirtschaftlichen Güter, die Er-