Contents: L' Allemagne économique ou histoire du Zollverein Allemand

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mcnhang nacligedacht liatto. Er, de^ gewohnt war, in dieser 
Beziehung dio feinsten logischen Probleme in einer Weise zu 
vertiefen, die in der Geschichte des Denkens an Klarheit und 
¡Schärfe nicht Ihresgleichen hat, und die im Hauptpunkt, näm 
lich in der Behandlung des Ursächlichkeitsbegriffs, auch in den 
nächsten 100 Jahren nicht übertroffen worden ist, — ein solcher 
Denker hätte selbst auf Grund einer geringen Anzahl von That- 
sachen und Vorstellungen unvergleichlich mehr leisten müssen, 
als Jemand, der mit einem weniger feinen Organ einen reicheren 
Stoff bearbeitete. Indessen würde es voreilig sein, anzunehmen, 
dass Hume in der Berücksichtigung der Thatsachen wenig ge-, 
leistet habe. Erinnern wir uns vielmehr, dass derselbe Geist, 
welcher nachher die Geschichte von England schrieb, auch 
früher nicht ohne Sinn für die sachlichen Grundlagen des öko 
nomischen Denkens gewesen sein könne. Sein allgemeines 
philosophisches System brachte es vielmehr mit sich, überall 
den wirklichen Verhältnissen nachzuforschen, und wenn er hie 
bei die Psychologie des Verkehrs einigermaassen bevorzugte, 
so bedeutete dieses Verfahren unter seinen Händen keiseswegs 
jene Verleugnung des äusserlichen Geschehens, wie sie in 
neuster Zeit zu den ärgsten Verkehrtheiten geführt hat. 
Das Verhältniss Humes zu der Leistung Adam Smiths ist 
äusserlich sehr klar. In demselben Jahre 1776, in welchem 
Hume starb, war auch der Völkerreichthum Smiths erschienen, 
und der grosse Denker war noch grade dazu gekommen, in dem 
Buch seines Freundes zu lesen. Beide Schriftsteller hatten seit 
mehreren Jahrzehnten die ökonomischen Fragen durchdacht 
Und erwogen, so dass es selbst an der Hand aller zugänglichen 
Briefe schwer sein dürfte, die jedem zufallenden Antheile zu 
bestimmen. Auch kommt es hierauf nicht wesentlich an, da 
man aus inncrn Gründen bei gehöriger Würdigung der Sache 
nicht darüber im Unklaren bleiben kann, wer durch den höheren 
Hang und die grössere Kraft seines Denkens auf den andern 
eingewirkt habe. Von einem eigentlichen Vorbild können wir 
in dieser Hinsicht noch nicht einmal reden; denn der einDutzend 
Jahre jüngere Zeitgenosse hätte sich sonst wohl auch Einiges 
von der Kürze der Gedankenentwicklung seines Freundes un 
geeignet. 
Wir haben die Humeschen Essays im Zusammenhang dieser 
die Rangverhältnisse sehr sorgfältig beachtenden Geschichte
	        
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