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Alles pro t in M. Hiernach schwanken die Erlösdifferenzen selbst
zwischen 7,89 und 5,08 M. pro t. Die Spannung zwischen Erlös
und Gestehungskosten ist ein Gewinn von 2,19 M. pro t und ein
Verlust von 2,13 M. Zur Zeit des Höhepunktes der letzten Hausse
aber betrugen *) bei
Verkaufspreis pro t
Selbstkosten
pro t.
1899
1900
1899
1900
M.
M.
M.
M.
Langenbrahm
10,48
11,34
7,80
8,06
Alte Hansa
7,24
8,16
6,87
7,27
Bickefeld Tiefbau
9, 1 7
9,58
8,74
8,64
Blankenburg
8,22
8,71
7,08
6,65
Dahlbusch
9>°5
10,20
6,97
7,13
Deutschland
8,24
9,3°
6,83
6,29
Harpen
8,64
9,52
6,49
7,33
Anthrazit Kupferdreh
7,34
8,15
5,97
5,96
König Ludwig
9,72
11,80
8,12
9,i7
Man sieht Selbstkosten von verschiedenster Höhe, die zum
Teil von 1899 auf 1900 gefallen sind, während die Verkaufspreise
gestiegen sind.
Soviel über die Produktionskosten in den 3 Hauptsteinkohlen
bergbaubezirken Preussens.
Es bleibt uns noch übrig, das wenige verwertbare Material
über den Unternehmergewinn im Ruhrgebiete zu betrachten.
Folgende Aufstellung 2 ), die allerdings nur die Jahre 1873 bis
1890 umfasst, zeigt die Ueberschüsse von Bergwerksgesellschaften
mit 1873 12,2 Mill. t = 74,36 % Förderanteil
» 1890 29,6 » » = 83,57 » »
von der Gesamtförderung des O.B.B. Dortmund.
Es betrugen — wir erwähnen nur die Jahre, die in der Kurve
jeweils einen Gipfel oder ein Tal bilden — absolut in Mill. M.
und relativ in Prozenten des Kapitals:
die Dividende bezvv.
Ausbeute
die Abschreibungen
die Rücklagen
1S73
47,4 — 18,20 %
16,7 = 6,40 o/ 0
7,3 = 2,80 o/ 0
1877
4,2 = 1,51 •
1,5 — °>53 »
0,7 = 0,23 >
1883
h,3 = 3,83 »
5,° = 1,35 »
2,2 = 0,37 »
1885
8,3 = 2,13 »
2,9 = 0,75 »
i,3 = °,33 *
1890
60,6 — 13,64 »
21,3 = 4,80 »
9,3 = 2 , 10 »
In den Jahren 1873—1900 ergibt sich eine durchschnittliche
Verzinsung von 4,55%, Abschreibung von 1,6%, Rücklagen zu
Fonds o,7%. Da Effertz selbst mit einer 3%igen durchschnitt-
1) Pieper, 1. c. 108.
2) Generaldirektor Effertz, Was sind »normale« Kohlenpreise? Essen 1891.