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kaum recht begonnen, die Bedeutung des Exports und die
spezifischen Anforderungen, die er stellt, gebührend zu
würdigen und sich dafür entsprechend zu organisieren. Desto
mehr aber ist dies in den Großbetrieben der Fall. In der
New Yorker Baumwollenwarenfirma „The H. B. Claflin Co.“,
bei den „Sterling silver and plated wäre works Tiffany Co.“
in Forest Hill, in Pittsburg und Cleveland, in den „Edgar
Thomsons Works“, den „Pennsylvania Tube Works“ und
in den Werken der „American Steel & Wire Co.“, in
den Werken der „Deering Harvester Co.“ in Chicago,
habe ich mich überzeugen können, daß dort alles für die
Außenmärkte in ebenso großartiger wie übersichtlicher Weise
organisiert ist. Die Preiskataloge, die die Amerikaner ver
schicken, sind nach Ausstattung wie nach Inhalt geradezu
mustergültig. Sie sind mit einer Vornehmheit undEleganz her
gestellt, daß sie das Entzücken jedes Druckers bilden. Freilich
könnte unsere hochentwickelte graphische Industrie ähnliche
Kunstwerke liefern, wenn bei uns ein Fabrikant das 'Herz
haben würde, für Entwurf und Ausführung der Zeichnungen,
für Papier und Ausschmückung auch nur annähernd die
gleichen Kosten aufzuwenden. Drüben aber erscheint für die
Propagierung der Waren das Beste gerade gut genug. So
gediegen wie die Ausstattung, so praktisch ist der Inhalt.
Überall sind die Preise unter genauer Gewichtsangabe frei
Hafen oder Bahnstation angegeben und in bezug auf
Berechnungsart und Lieferungsbedingungen sorgfältig den
spezifischen Verhältnissen des Käufers angepaßt. Diesem
werden Muster und Probesendungen nie besonders be
rechnet, zugleich aber werden ihm alle der Bekanntmachung
der Waren dienenden Mittel bereitwilligst und in jedem
gewünschten Umfange unentgeltlich zur Verfügung gestellt;
kurzum, überall herrscht in der Aufmachung und in dem
Bestreben, die Produkte in der ganzen Welt bekanntzu