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Zweites Buch, Cap. 5.
in schönen Villen‘ vor der Stadt wohnten. Nur Peel machte
selbe Weise. Es lässt sich annehmen, dass diese Quelle von
Krankheiten geeignet sei, aus dem Wege geschafft zu werden, da
es nicht im Interesse eines Kellerbesitzers legen kann, fortwährend
kranke Einwohner zu haben.
Ich bin überzeugt, dass häufig Unheil aus einer Gewohnheit ent-
steht, die in vielen engen Hinterstrassen herrscht, die Gewölbe der
Aborte offen zu lassen. Ich habe öfter bemerkt, dass die Fieber
meistens in solchen Häusern überhand nehmen, die der Ausdünstung
von Düngerhaufen in solchem Zustand ausgesetzt sind. In einem
Hause in Bootle Street ist die Mehrzahl der Bewohner gelähmt in
Folge der Lage des Hauses in einer Sackgasse ohne Licht und
Luft. In solchen Winkeln sind Schwindsuchtfälle und Blödsinn
gewöhnlich,
In Blaketey Street unter Nr. 4 befindet sich eine Reihe von ver-
mietheten Kellern, welche eine Brutstätte für Krankheiten zu wer-
den drohen. Sie bestehen aus vier mit einander in Verbindung steh-
enden Zimmern, von welchen die beiden mittelsten völlig dunkel
sind; das vierte hat sehr wenig Licht und wird hauptsächlich durch
die anderen ventilirt. In jedem stehen 4—5 Betten und alle sind
furchtbar schmutzig.
Die Logir- Häuser an den äussersten Enden der Stadt erzeugen viele
Fieberfälle, nicht allein durch Mangel an Reinlichkeit und Luft, son-
dern dadurch, dass die Betten mit den ekelhaftesten Sachen aufge-
füllt werden, welche von ihrem ersten Ankauf an niemals nur im
Geringsten gereinigt werden, bis sie schliesslich unter ihren Insassen
verfaulen. Aus einer wahren Höhle von Logir-Häusern in Brook’s
entry, in der Nähe von Long-mill-gate, sind die allerschlimmsten
Folgen ausgegangen, und ich bitte um Erlaubniss, diesen Ort der
ernstesten Beachtung des Committee’s anempfehlen zu dürfen. In
diesen Häusern herrscht und herrschte seit Jahren einsehr gefährliches
Fieber. Ich weiss, dass einmal zu gleicher Zeit neun Personen am
Fieber darnieder lagen, und alle zusammen in drei kleine schmu-
tzige Zimmer gepfercht waren, ohne Wartung irgend eines Freundes
oder einer Pflegerin. Vier von diesen armen Geschöpfen starben
lediglich aus Mangel an den gewöhnlichen Dienstleistungen der
Menschlichkeit und weil ihnen ihre Arzeneien nur nachlässig ge-
reicht worden waren, In einigen andern Häusern in derselben
Höhle ist mir bekannt, dass eine ganze Menge von Miethleuten durch
die Einschleppung eines Fieberkranken der Ansteckung ausgesetzt
wurden; doch waren sie so verblendet, dass sie nicht zu bewegen
waren, dieses Haus zu verlassen, bis sie alle selbst von der Krank-
heit ergriffen waren. Es muss hierbei bemerkt werden, dass die
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