Metadata: Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

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Vierter Abschnit 
fang erweitert und Produkt auf größerer quantitativer Stufenleit® 
liefert. Das Wirken einer größeren Arbeiteranzahl zur selben Zeil 
in demselben Raum (oder, wenn man will, auf demselben Arbeit“ 
feld), zur Produktion derselben Warensorte, unter dem Kommand 
desselben Kapitalisten, bildet historisch und begrifflich den AW 
gangspunkt der kapitalistischen Produktion. Mit Bezug auf die 
Produktionsweise selbst unterscheidet sich zum Beispiel die Mal“ 
faktur in ihren Anfängen kaum anders von der zünftigen Handwer®® 
industrie als durch die größere Zahl der gleichzeitig von demselb® 
Kapital beschäftigten Arbeiter. Die Werkstatt des Zunftmeisters ® 
nur erweitert. 
Der Unterschied ist also zunächst bloß quantitativ. Man sah 
daß die Masse des Mehrwertes, welche ein gegebenes Kapital p! 
duziert, gleich dem Mehrwert, den. der einzelne Arbeiter niefer! 
multipliziert mit der Anzahl der gleichzeitig beschäftigten Arbeite! 
Diese Anzahl ändert an und für sich nichts an der Rate des Mehl 
wertes oder dem Grad der Ausbeutung der Arbeitskraft, und @ 
Bezug auf die Produktion von Warenwert überhaupt scheint je 
qualitative Veränderung des Arbeitsprozesses gleichgültig. Es 
dies aus der Natur des Wertes. Vergegenständlicht sich ein zwöl 
stündiger Arbeitstag in 6 Shilling, so 1200 solcher Arbeitstag® 
6 Shilling X 1200, in 7200 Shilling. In dem einen Fall haben si 
12 X 1200, also 14400 Arbeitsstunden, in dem andern 12 Arbeif 
stunden den Produkten einverleibt. In der Wertproduktion zähle 
viele immer nur als viele einzelne. Für die Wertproduktion mat 
es also keinen Unterschied, ob 1200 Arbeiter vereinzelt produzie!® 
oder vereint unter dem Kommando desselben‘ Kapitals. u 
Indes findet doch innerhalb gewisser Grenzen eine Modifikal 
[eine Abänderung] statt. In Wert vergegenständlichte Arbeit ist A g 
beit von gesellschaftlicher Durchschnittsqualität, also die Aeußert, 
einer durchschnittlichen Arbeitskraft. Eine _Durchschnittsgr? el 
existiert aber immer nur als Durchschnitt vieler verschied®. 
Größenindividuen derselben Art. In jedem Industriezweig weicht r 
individuelle Arbeiter, Peter oder Paul, mehr oder minder vom Dur 
schnittsarbeiter ab. Diese individuellen Abweichungen, welche mat” 
matisch „Fehler“ heißen, heben sich gegenseitig auf und verschwind? 
sobald man eine größere Anzahl Arbeiter zusammennimmt. Der a 
rühmte Sophist und Sykophant Edmund Burke will aus seinen P" f 
tischen Erfahrungen als Pächter sogar wissen, daß schon „für ei, ed 
geringes Häuflein“ wie 5 Ackerknechte aller individuelle Unterschl“, 
der Arbeit verschwindet, also die ersten besten im Mannes2l, 
befindlichen 5 englischen Ackerknechte zusammengenommen in er 
selben Zeit gerade soviel Arbeit verrichten als beliebige and 
5 englische Ackerknechte.®* Wie dem auch sei, es ist klar, daß P 
* „Unzweifelhaft besteht ein großer Unterschied zwischen dem Wert Se 
Arbeiten verschiedener Menschen. Sie unterscheiden sich an Kraft ge 
schicklichkeit und Aufmerksamkeit. Meine eigenen genauen Beobachtu® 
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