fullscreen: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

das Morgansche Konsortium, die zeigen, wie Morgan 
vorging. Grace erhielt eines Tages durch die Post 
eine sehr kurz gehaltene, von J. P. Morgan & Co. 
unterzeichnete Mitteilung, daß er mit 100000 Dollar 
an dem geplanten Konsortium zur Bildung der United 
States Steel Corporation beteiligt sei, Niemals vor- 
her hatte er geahnt, daß Morgan auch an ihn bei der 
Organisation der Korporation dachte, und er hatte 
niemals mit Morgan über diese Angelegenheit ge- 
sprochen. 
Sich mit 100000 Dollar an einem Finanzierungs- 
syndikat zu beteiligen hieß, diese große Summe allein 
auf den guten Namen Morgans hin aufs Spiel setzen. 
Natürlich konnte er erklären, er wolle sich nicht be- 
teiligen. Wenn er sich aber beteiligte, so konnte er 
aufgefordert werden, sofort 100000 Dollar in bar zu 
zahlen, wofür er dann Aktien erhielt, mit denen er 
möglicherweise nichts anfangen konnte, denn er 
wußte nichts Näheres über diese Geldanlage. Er hatte 
nur gehört, daß das Konsortium die größte Korpora- 
tion der modernen Zeit schaffen wollte, die so groß 
war, daß man jetzt schon von ihr als von dem Dollar- 
milliardentrust sprach, 
Von der Gesamtsumme von 100000 Dollar mußte 
Grace dann 8000 Dollar einzahlen. Er nahm an, daß 
diese erste Rate ein Arbeitskapital für unmittelbare 
Verwendung darstellen sollte; so verhielt es sich auch 
tatsächlich. 
Aus Vertrauen zu Morgan nahm Grace die Be- 
teiligung an, und man verlangte niemals auch nur 
einen Cent von ihm, außer eben den 8000 Dollar. Er 
erfuhr, daß die anderen Beteiligten ebenfalls einen 
entsprechenden Prozentsatz der Summe, mit der sie 
sich beteiligten, eingezahlt hatten, und diese Ein- 
zahlungen bildeten ein Arbeitskapital in bar. 
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