Object: Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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III. HATJPTTEIL. 
Die gemeinnützige Siedelungsgenossenschaft in Frei 
burg, die als erste Vereinigung vertriebener Elsaß-Loth 
ringer den Gedanken der Ansiedelung von Flüchtlingen 
verwirklichen wollte, hatte bereits am Tage ihrer Grün 
dung, am 21. Mai 1919, die Durchführung folgender drei 
Projekte ins Auge gefaßt; 
1) den Bau von städtischen Einfamilienhäusern in 
Freiburg, 
2) die Anlage einer ländlichen Siedelung auf dem 
Exerzierplatz Lähr-Dinglingen zur Unterbringung von etwa 
40 Familien in kleinbäuerlichen Betrieben, 
3) die Anlage einer ländlichen Siedelung in Donau- 
eschingen zur Unterbringung von etwa 12 Familien in 
mittelbäuerlichen Betrieben. 
Bis heute konnte sie nur vier Einfamilienhäuser in 
Freiburg errichten. Die Siedler für die ländliche Siede 
lung in Lahr-Dinglingen wohnen seit vielen Monaten in der 
dortigen Fliegerkaserne. Mit dem Ausbau der Hofraiten 
konnte aus Mangel an Mitteln nicht begonnen werden. Und 
die Siedelung in Donaueschingen wird völlig aufgegeben 
werden müssen, nachdem der dortige Stadtrat, nach anfäng 
lichem Entgegenkommen gegenüber den Vertriebenen, heute 
das zur Verfügung stehende Land nur an die ansässige Be 
völkerung verpachten will. 
Ähnlich ist es den Projekten anderer Gruppen von 
Vertriebenen ergangen. Sie konnten bis heute aus Geld 
mangel nicht begonnen werden, oder mußten bereits wieder 
völlig aufgegeben werden. So faßte die Ortsgruppe des 
Hilfsbundes zu Münster in Westfalen im März 1920 den 
Plan, in Hembergen bei Münster eine große industrielle 
Siedelung für vertriebene Elsaß-Lothringer zu schaffen. 
In einem bisherigen Munitionsdepot in Hembergen waren 
die nötigen Eäumlichkeiten vorhanden, um 500 vertriebene 
Familien durch nicht allzu kostspielige Umbauten unter 
bringen und verschiedene kleine industrielle Unternehmun 
gen begründen zu können. Durch vorhandene Kraft-
	        
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