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dörfer am See bewohnt, leben die zugewanderten Deutsch
berner, wie im Berner Jura, in Dörfern und vereinzel
ten Höfen des Berglandes der Weidewirtschaft und Vieh
haltung und dem wenig einträglichen Ackerbau.
Fveivurig.
Das Gebiet des Kantons Freiburg umfaßt eine sage
breite Zone von den zu äußerst im Südwesten gelegenen
Voralpeuketten über das westschweizerische Mittelland
zum Murten- und Neuenburgersee. Drei abgesonderte
Gebietsteile sind vom Waadtland umschlossen, der größte
als ausgedehntes Ufergelände am Neuenburgersee mit
Estavayer als Mittelpunkt. Die Saaue (französisch ®nb'elnuf
Sarine) hat als Landesfluß für Freiburg eine ähnliche
Bedeutung wie die Aare für Bern und den Aargau,
die Rhone für das Wallis usw. Ihr Tal durchfurcht
als scharf ausgeprägte Mittellinie das Land in seiner
südnördlich gerichteten Längsausdehnung. Vom waadt
ländischen Paps d'en Haut her biegt der Fluß, im rech
ten Winkel zur freiburgischen Talschaft von Greyerz ab,
in deren unterem Teil ihm von rechts der Jaunbach
zufließt. Unterhalb des Beckens von Bulle durchzieht
die Saane das Mittelland in zahlreichen Schlingen und
mündet auf bernischem Gebiet beiWilervltigen, zur Regen
zeit ein trübes, reißendes Hochwasser, in die Aare. Ober
halb Freiburg nimmt sie von links die Glane, talabwärts
die Sense auf, die auf lange Strecke die Grenze bildet.
Das Gefälle der Saane wird an verschiedenen Stellen
durch Kraftwerke ausgebeutet, deren bedeutendste bei Mont-
bovon und bei Tusy-Hanterive liegen.
Die Talschaft von Gruyeres oder Greyerz ist Greyerz
als prächtig grünes Wiesen- und Weideland zwischen
den Voralpengipfeln des Moleson 2005 in, der Denk
de Lys 2015 m, des Vanil Noir 2386 in und der
Dent de Brenleire 2356 nr eingebettet; die wald- und
weidenbedeckten Höhen des Moleson werden der weiten