Matten, denke ich, dieses Stückchen könnte ich noch
gehen. Wir beide haben zusammen den Berg erklommen,
ich meine, wir sollen auch weiter Seite an Seite wandern.“
Und also entringt es sich dem Herzen der arbeitenden
Frauen von heute, denen die Männer einreden möchten, sie
brauchten nicht nach neuen Arbeitsfeldern zu suchen, sie
leisteten ihr Teil, wenn sie nur Kinder gebären: „Wagt ihr
es wirklich, uns nun zu sagen, wir taugten zu nichts als zum
Gebären? Uns, die in all den vergangenen Jahrhunderten,
wo es beständig, fortwährend gebären hieß, dies kaum als
Mühe, eher als Lohn für unsere Arbeit ansahen? Haben
unsere Hände ihre Geschicklichkeit, unsere Herzen ihre
Kraft verloren, daß ihr heute, da die Arbeit der Mensch
heit so viel leichter und ihr Werk so viel klarer wird, zu uns
sagt, wir könnten nichts als Kinder zur Welt bringen?
Wagt ihr, uns das zu sagen, da der Weg, den die Mensch
heit emporstieg, mit dem Schweiß unseres Angesichtes ge
tränkt und die Straße, die die Menschheit zur Höhe ge
wandert, am Rande mit den Gebeinen von Frauen bedeckt
ist, die arbeitend an der Seite ihrer Männer gefallen sind ?
Wagt ihr, uns das zu sagen, da ihr selbst heute noch die
Speisen, mit denen ihr euch nährt, die Kleidung, die ihr
tragt, die Bequemlichkeit, die ihr genießt, zum großen Teil
der endlosen physischen Arbeit von Frauen verdankt?“
So wie die Frau der Vorzeit das Feld bebaute und das
Korn mahlte, um die Kinder, die sie gebar, zu nähren, so
wie die Jungfrau der Vorzeit das Leinen spann für ihren
Haushalt und sich das Recht erwarb, Menschen zu gebä
ren, so wollen auch wir, ob wir uns auch nicht mehr über
den Mahlstein bücken oder mit der Hand weben, arbeiten,
auf neuen Arbeitsfeldern arbeiten, um uns auch die Kraft
und das Recht zu erwerben, Menschen zur Welt zu bringen.
Und wir glauben, der Tag wird kommen, an dem kein
Mann sich erkühnen wird, zu sagen: „Die Frau hat ihr Teil
am Leben, wenn sie nur Kinder gebiert,“ wo es vielmehr