Object: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Siebtes Kapitel. 
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den. Damit das variable Kapital funktioniere, muß konstantes 
Kapital in entsprechenden Proportionen, je nach dem bestimmten 
technischen Charakter des Arbeitsprozesses, vorgeschossen werden. 
Der Umstand jedoch, daß man zu einem chemischen Prozeß Retorten 
Und andere Gefäße braucht, verhindert nicht, bei der Analyse von 
der Retorte selbst abzusehen. Sofern Wertschöpfung und Wert- 
Veränderung für sich selbst, das heißt rein betrachtet werden, liefern 
die Produktionsmittel, diese stofflichen. Gestalten des konstanten 
Kapitals, nur den Stoff, worin sich die Aüssige, wertbildende Kraft 
üxieren soll. Die Natur dieses Stoffes ist daher auch gleichgültig, 
ob Baumwolle oder Eisen. Auch der Wert dieses Stoffes ist gleich- 
Sültig, Er muß nur in hinreichender Masse vorhanden sein, um das 
Während des Produktionsprozesses zu verausgabende Arbeitsquantum 
ÖÄnsaugen zu können. Diese Masse gegeben, mag ihr Wert steigen 
Oder fallen, oder sie mag wertlos sein, wie Erde und. Meer, der 
Prozeß der Wertschöpfung und Wertveränderung wird nicht davon 
berührt.27 
D Wir setzen also zunächst den konstanten Kapitalteil gleich Null. 
a8 vorgeschossene Kapital reduziert sich daher von c + v auf v 
nd der Produktenwert (6 + v) + m auf das Wertprodukt v + m. 
Gegeben das Wertprodukt — 180 Pfd. Sterl., worin sich die während 
der ganzen Dauer des Produktionsprozesses fließende Arbeit dar- 
Stellt, So haben wir den Wert des variablen Kapitals — 90 Pfd. Sterl. 
ze zuziehen, um den Mehrwert — 90 Pfd. Sterl. zu erhalten. Die 
„hl 90 Pfd. Sterl. — m drückt hier die absolute Größe des produ- 
yorten Mehrwertes aus. Seine proportionelle Größe aber, also das 
pThältnis, worin das variable Kapital sich verwertet hat, ist offenbar 
“Stimmt durch das Verhältnis des Mehrwertes zum variablen Kapital, 
ist ausgedrückt in dem Bruch Te Im obigen Beispiel also i 
% = 100 pZt. Diese verhältnismäßige Verwertung des variablen 
(ADitals, oder die verhältnismäßige Größe des Mehrwertes, nenne 
Rate des Mehrwertes.®® . 
de Wir haben gesehen, daß der Arbeiter während eines Abschnittes 
das Arbeitsprozesses nur den Wert seiner Arbeitskraft produziert, 
ein, heißt den Wert seiner notwendigen Lebensmittel. Da er in 
pr °M auf gesellschaftlicher Teilung der Arbeit beruhenden Zustand 
Oduziert, produziert er seine Lebensmittel nicht direkt, sondern. 
"7 Not , Ausgabe. Es versteht sich von selbst mit Lucretius „mil 
SOSSE creari de. hl Aus nichts wird nichts. „Wertschöpfung“ ist Um- 
2 von Arbeitskraft in Arbeit. Ihrerseits ist die Arbeitskraft vor allem 
N Menschlichen Organismus umgesetzter Naturstoff. N 
Prof: In derselben Weise, wie der Engländer „rate of profits“ [Rate des 
0 üts], „rate of interest“ [Zinsfuß] usw. braucht. Man wird aus dem dritten 
auch Sehen, daß die Profitrate leicht zu begreifen, sobald man die Gesetze 
die Mehrwertes kennt. Auf dem umgekehrten Wege begreift man weder 
°Se noch jene.
	        
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