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Rede; während der sehr effektvollen Sätze, mit denen
er endete, rückte er allmählich ganz unmerklich vor,
so daß er bei dem letzten Worte hart an den Stufen
stand, die zu dem Podium des Tribunals hinaufführten.
Den Schlußpassus sprach er mit so erhobener Stimme
und mit so lebhaften Bewegungen in die Richter
hinein, daß sich der Präsident unwillkürlich etwas
zurückbog.
So weit nieine früheren Auszeichnungen über „Lassalles
letzte Rede". Der Verteidiger beschränkte sich auf wenige
Worte. Lassalle hatte für sich so viel getan, daß dem
Advokaten zu tun fast nichts mehr übrigblieb. Der
Staatsanwalt sprach sehr maßvoll, aber er beantragte
doch, mit Hinweis auf die Antezedenzien des Ange
klagten (seine Vorbestrafung im November 1848 wegen
„Aufreizung zu gewaltsamem Widerstände gegen die
Regierung bis zum Blutvergießen") das höchste Straf
maß: zwei Jahre Gefängnis. Der Gerichtshof vertagte
die Verkündigung des Urteils cuif den 1. Juli. Am
1. Juli wurde Lassalle zu sechs Monaten Gefängnis
verurteilt.
Während der Zwischenzeit vom 28. bis zum 30. Juni
war ich nüt Lassalle täglich fünf, sechs Stunden zu-
sannnen. Ich brachte in der „Düsseldorfer Zeitung"
beinahe den Wortlaut seiner Rede.
Zum Glück hatte Lassalle sehr langsam gesprochen,
und es war niir vermöge der Kollegienheft-Schnell
schrift, die ich als Zeitnngsberichterstatter für meinen
P ivatgebrauch noch vervollkommnet hatte, gelungen,
dem Vortrage n it diesen nur n ir verständlichen Auf
zeichnungen so zu folgen, daß ich in.stände war, mit