fullscreen: Ferdinand Lassalle

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Rede; während der sehr effektvollen Sätze, mit denen 
er endete, rückte er allmählich ganz unmerklich vor, 
so daß er bei dem letzten Worte hart an den Stufen 
stand, die zu dem Podium des Tribunals hinaufführten. 
Den Schlußpassus sprach er mit so erhobener Stimme 
und mit so lebhaften Bewegungen in die Richter 
hinein, daß sich der Präsident unwillkürlich etwas 
zurückbog. 
So weit nieine früheren Auszeichnungen über „Lassalles 
letzte Rede". Der Verteidiger beschränkte sich auf wenige 
Worte. Lassalle hatte für sich so viel getan, daß dem 
Advokaten zu tun fast nichts mehr übrigblieb. Der 
Staatsanwalt sprach sehr maßvoll, aber er beantragte 
doch, mit Hinweis auf die Antezedenzien des Ange 
klagten (seine Vorbestrafung im November 1848 wegen 
„Aufreizung zu gewaltsamem Widerstände gegen die 
Regierung bis zum Blutvergießen") das höchste Straf 
maß: zwei Jahre Gefängnis. Der Gerichtshof vertagte 
die Verkündigung des Urteils cuif den 1. Juli. Am 
1. Juli wurde Lassalle zu sechs Monaten Gefängnis 
verurteilt. 
Während der Zwischenzeit vom 28. bis zum 30. Juni 
war ich nüt Lassalle täglich fünf, sechs Stunden zu- 
sannnen. Ich brachte in der „Düsseldorfer Zeitung" 
beinahe den Wortlaut seiner Rede. 
Zum Glück hatte Lassalle sehr langsam gesprochen, 
und es war niir vermöge der Kollegienheft-Schnell 
schrift, die ich als Zeitnngsberichterstatter für meinen 
P ivatgebrauch noch vervollkommnet hatte, gelungen, 
dem Vortrage n it diesen nur n ir verständlichen Auf 
zeichnungen so zu folgen, daß ich in.stände war, mit
	        
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