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Nun liegt aber in allen Oekonomien das Technologische
viel mehr zu Tage als das Wirtschaftliche.
Wie der Landwirt zweckmäßig sät und erntet, wie ein
Wald angepflanzt und Holz abgeschleppt wird, wie gebraut,
gebrannt, gemahlen, gegerbt, gefärbt und gebleicht wird,
all das war in einer Zeit, in der es nur eine empirische Technologie
gab, offenkundiger als die wirtschaftlichen Erwägungen,
die diese Handlungen bestimmen.
Hält man noch dazu, daß die technologischen Methoden
jener Zeit in ständigem Fortschreiten begriffen waren und
daß man sich der. Problematik innerwirtschaftlicher Vorgänge
nur allmählich bewußt wurde, so kann das: Ueberwiegen
des Technologischen in den Privatökonomien nicht
wunder nehmen.
Es behält diese Stellung auch bis zum Ende der Kameralepoche
und hat, wie schon erwähnt wurde, den Kameralisten
stellenweise die Bezeichnung als „nur“ Privat-Ökonomen
oder Technologen eingetragen.
Parallel zu diesem Vordringen des technologischen Stoffes
läuft dann dessen grundsätzliche Abtrennung vom wirtschaftlichen
in den Privatökonomien.
Ursprünglich hängt genau so wie Polizeyliches und
Oekonomisches hier auch Technologisches und Wirtschaftliches
zusammen. Den technologischen Ausführungen werden
nur gelegentlich oder zum Schluß wirtschaftliche Bemerkungen
angefügt, bei denen Berechnungen, insbesondere
Voranschläge für Wirtschafts- und. Steuerzwecke vielfach
eine besondere Rolle spielen.
Die grundsätzliche Trennung beider Fragenkreise
scheint auf den Göttinger Kameralisten Beckmann zurückzuführen
sein, jenen Gelehrten, von. dem der alte Schlözer
sagte, daß er „der Schöpfer zweier neuer Wissenschaften,
der gelehrten Oekonomie‘ und Technologie“ geworden sei.
Sie zieht sich von nun an ebenfalls durch alle Kameralsysteme
hindurch, Ob man das Wirtschaftliche in besonderen
sog. Haushaltungslehren. zusammenfaßt, wie