Object: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Vierter Abschnitt 
Agrikultur indischer Gemeinwesen vorherrschend finden, berub 
einerseits auf dem Gemeineigentum an den Produktionsbedingunge” 
anderseits darauf, daß das einzelne Individuum sich von der Nabel 
schnur des Stammes oder des Gemeinwesens noch ebensowenig 16% 
gerissen hat, wie das Bienenindividuum vom Bienenstock. Beide® 
unterscheidet sie von der kapitalistischen Kooperation.‘ Die spor* 
dische [vereinzelte] Anwendung der Kooperation auf großem Maß 
stab in der antiken Welt, dem Mittelalter und den modernen Koloniel 
beruht auf unmittelbaren Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnissel 
zumeist auf der Sklaverei. Die kapitalistische Form setzt dageg®® 
von vornherein den freien Lohnarbeiter voraus, der seine Arbeit 
kraft dem Kapital verkauft. Historisch, jedoch entwickelt sie si® 
im Gegensatz zur Bauernwirtschaft und zum unabhängigen Hanf 
werksbetrieb, ob dieser zünftige Form besitze oder nicht.?* Ihne 
gegenüber erscheint die kapitalistische Kooperation nicht als ein® 
besondere historische Form der Kooperation, sondern die Koope!” 
tion selbst als eine dem kapitalistischen Produktionsprozeß eige 
tümliche und ihn spezifisch unterscheidende historische Form. 
Wie die durch die Kooperation entwickelte gesellschaftlich‘ 
Produktivkraft der Arbeit als Produktivkraft des Kapitals erscheint 
so die Kooperation selbst als eine spezifische Form des kapita} 
stischen. Produktionsprozesses im Gegensatz zum _Produktio®® 
prozeß vereinzelter unabhängiger Arbeiter oder auch Kleinmeist®% 
Es ist die erste Aenderung, welche der wirkliche Arbeitsproz* 
durch seine Subsumtion [seine Unterordnung] unter das Kapital * 
fährt. Diese Aenderung geht naturwüchsig vor sich. Ihre Vorau“ 
setzung, gleichzeitige Beschäftigung einer größeren Anzahl von Lob 
arbeitern in demselben Arbeitsprozeß, bildet den Ausgangspunkt 0 
kapitalistischen Produktion. Dieser fällt mit dem Dasein ge 
Kapitals selbst zusammen. Wenn sich die kapitalistische Pr 
duktionsweise daher einerseits als historische Notwendigkeit für Be 
Verwandlung des Arbeitsprozesses in einen gesellschaftlich” 
Prozeß darstellt, so anderseits diese gesellschafiliche Form de 
Arbeitsprozesses als eine vom Kapital angewandte Methode, um ib 
durch Steigerung seiner Produktivkraft profitlicher auszubeutel- # 
In ihrer bisher betrachteten einfachen Gestalt fällt die Koop® 
tion zusammen mit der Produktion auf größerer Stufenleiter, bild” 
aber keine feste, charakteristische Form einer besonderen Entwi‘ f 
lungsepoche der kapitalistischen Produktionsweise. Höchstens Sl 
scheint sie annähernd so in den noch handwerksmäßigen Anfäng® 
‚4 Die kleine Bauernwirtschaft und der unabhängige Handwer!“ 
betrieb, die beide teils die Basis der feudalen Produktionsweise bild” 
teils nach deren Auflösung neben dem kapitalistischen Betrieb erschein® 
bilden zugleich die ökonomische Grundlage der klassischen Gemeinwe®? ) 
zu ihrer besten Zeit, nachdem sich das ursprünglich orientalische Gem 
eigentum aufgelöst, und bevor sich die Sklaverei der Produktion ernsth 
hbemächtigt hat.
	        
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