fullscreen: Die Entwicklung der deutschen Portland-Zement-Industrie ...

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Die Kartelle in der deutschen Portland-Zementindustrie. 
rheinisch-westfälischen Syndikates beteiligt und haben auch dort 
hin geliefert. Durch diese Preispolitik wird die Notwendigkeit 
der Verträge noch vergrößert. Denn, wenn sie nicht bestünden, 
würde ein Gebiet mit niedrigeren Preisen ein anderes mit 
höheren nicht nur dann unterbieten, wenn die Preisdifferenz 
mindestens gleich der Frachtdifferenz ist, sondern auch, wenn 
sie kleiner ist. Schließlich wäre es auch möglich, daß die 
Gruppe mit dem im eigenen Gebiete höheren Preise einer 
anderen mit einem niedrigereren Konkurrenz macht. Dafür ein 
Beispiel: 
Erster Fall: Preisdifferenz größer als Frachtdifferenz. 
Nach Wiesbaden wird Zement verkauft: 
Preis in Rheinland-Westfalen .... 2,50 Mk., 
Fracht Köln-Wiesbaden 0,53 „ 
Zusammen: 3,03 Mk. 
Die süddeutschen Werke haben aber tatsächlich ohne Fracht 
für 3,0—3,35 Mk. angeboten, ihr Preis würde also ohne den 
Vertrag gedrückt worden sein. 
Zweiter Fall: Preisdifferenz kleiner als Frachtdifferenz. 
In Erfurt wird Zement gebraucht: 
Preis in Mitteldeutschland 2,88—3,47 Mk., 
Fracht von dem nächsten mitteldeutschen 
Werke 0,16 „ 
Zusammen: 3,04—3,63 Mk. 
Preis in Rheinland-Westfalen 2,50 Mk., 
Fracht von dem nächsten rheinisch-westfälischen 
Werke 0,74 „ 
Zusammen: 3,24 Mk. 
Die mitteldeutschen Preise differieren nach dem Bestimmungs 
orte; ohne Bestehen des Vertrages hätte also wohl der nied 
rigste Preis im Grenzgebiete gegen Rheinland-Westfalen gegolten, 
also mit Fracht 3,04 Mk. Die rheinisch-westfälischen Werke
	        
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