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oder unbestimmt gehaltenen Ziffern^) bekannt und Angaben
über die Postauflagen nur in Einzelfällen zu erlangen sind.
Immerhin haben erfahrungsgemäß große politische Zeitungen
und bedeutende Anzeigeblütter, die für Berechnungen der
angedeuteten Art ausschlaggebend sind, durchweg verhältnis
mäßig viel mehr andere Bezieher als Postabonnenten. Dazu
kommt, daß das Verhältnis von Gesamtauflage und Post
auflage bei den einzelnen Blättern ganz verschieden ist, so
daß die Berechnung einer mittleren Verhältniszahl kein richtiges
Bild der tatsächlichen Verhältnisse ergeben würde. Es
bestehen große Zeitungen, bei denen Gesamt- und Postauslage
sich wie 4 ; 1 verhalten, bei anderen Zeitungen ist dies
Verhälnis gleich 6 : 1 oder von noch größerem Unterschied.
Namentlich ist die Postauslage bei weit verbreiteten Zeitungen,
wie erwähnt, verhältnismäßig nicht hoch, weil es diese
Zeitungen vielfach ermöglichen können, durch eigene Einrichtungen,
z. B. durch Begründung von Filialen oder durch Verwendung
von Expreßboten 2 ) ohne Inanspruchnahme des Postvertriebs
zahlreiche Abonnenten außerhalb des Erscheinungsorts zu
gewinnen.
In Deutschland stellt das Pvstabonnement immerhin
eine äußerst beliebte Form des Bezuges sämtlicher Arten von
Zeitungen und Zeitschriften dar?) Das Zeitungswesen kann
J ) Die Angaben in den Katalogen der Annoncenexpeditionen lauten
vielfach: „von . . bis . .", „ca", „über", „und mehr", „im Sommer",
„im Winter". Bestimmte Stichtage liegen den Zählungen auch nicht
zugrunde.
2 ) Dies ist nach § 2 des Postgesetzes vom 28. Oktober 1871 zulässig.
„Die großen Zeitungen bedienen sich nicht des Postzeitungsamts in der
Umgebung, sondern sie schicken den sogenannten expressen Boten"
(Stenogr. Ber. Bd. 284 1912 S. 1054 — Abg. Oertel —).
8 ) Die Zahl der durch die preußische, die norddeutsche und die
im Jahre
Stück
Zunahme
in °/o
im Jahre
Stück
Zunahme
in °/o
1823
474
1873
5579
1077
1833
1159
145
1883
8529
1699
1843
1310
176
1893
10358
2085
1853
1751
269
1903
12330
2501
1863
2763
483
1913
14480
3022