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Philippinen heißen die geschlagenen Waldstücke ‚caingin‘‘;
auch hier sucht die Regierung diese Methoden einzuschränken,
um den Wald zu schützen und die Ausbreitung der Alang-Gras-
felder zu verhindern (31).
Aber auch in starkbevölkerten Gebieten mit seßhaften Be-
wohnern, wie in Vorderindien und auf Java, wo kein Urwald
mehr vorhanden ist, wird beim Anbau des Trockenreises der
Boden wenig ausgenützt. Auf Java befinden sich die trockenen
Reisfelder, die von den Holländern wie auf der Malaiischen
Halbinsel Tengalans, von den Sundanesen auf Java ,uma‘*,
den Javanen „tipar‘‘, ‚„gaga‘‘ oder „gogo‘‘, von den Battas auf
Sumatra ‚„‚ladang‘“ genannt werden, an Örtlichkeiten, die wegen
ihrer Abschüssigkeit für die Anlage von terrassierten nassen
Reisfeldern (Sawahs) nicht mehr geeignet sind, z. B. bis 1200
oder 1300 m hoch an den steileren Hängen und auf isolierten
kleineren Bergkegeln, die sich aus der sawahbedeckten terras-
sierten Hochebene oder den flachen Tälern erheben. Diese Felder
sind gewonnen durch mühselige Bearbeitung solcher Gelände,
die mit Alang-Alang (Imperata arundinacea), Glagah-Gras
(Saccharum spontaneum) und Strauchwerk bestanden
waren. In der zweiten Hälfte der trockenen Zeit (Ostmonsun)
wird zunächst das trockene Gras und Gesträuch niedergebrannt.
Dann wird das Feld einmal mit der Hacke (patjul) umgearbeitet
und später mit einer schweren Egge geeggt. Seltner benutzt
man zur Bearbeitung den Pflug (brudjul), weil der Boden für
ihn meist zu abschüssig ist, und auch die Wurzeln dem Pfluge
einen zu großen Widerstand bereiten. Die freigelegten Wurzeln
werden ebenfalls verbrannt, und nun das Land einige Zeit sich
selbst überlassen, damit die noch vorhandenen lebenden Pflanzen-
reste absterben und vertrocknen können. Dann wird in größeren
Zwischenräumen noch zweimal gehackt oder gepflügt und dar-
auf geeggt. Die ganze Bearbeitung nimmt 3—4 Monate in An-
spruch, je nach dem vorherigen Zustande des Bodens und dem
Grade seiner Verunkrautung. Um nach dieser Reinigung in den
geneigten Lagen das Abspülen des Bodens zu verhüten, legt man
zuweilen kleine Terrassen an oder sucht durch dünne, von ein-