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Stiftungsfest wird regelmäßig iu würdiger Weise begangen.
Pfingsten wird durch ein Frühkonzert gefeiert, und an
anderen musikalischen Aufführungen, bei denen auch Gäste
mitwirkten, hat es nicht gefehlt. Die Feier der Grundstein
legung zu dem vierten Genossenschaftshause in der Stargarder
Straße wurde durch die Mitwirkung dieses Sängerchors ver
schönert. Gelegentlich wird auch den Genossen zur Feier
ihres Geburtstages ein Ständchen gebracht. Die Übungen
unter der Leitung eines tüchtigen Dirigenten sind hauptsäch
lich der Pflege des Volksliedes gewidmet.
Als ein Weihnachtsgeschenk erhielt die Hausgenossen
schaft im Jahre 1897 von dem Vorstande des Berliner Spar
und Bauvereins aus den Zinsen der Levy-Sclienkung 100 M.,
um dafür Turngeräte für die Kinder anzukaufen. Es wurden
denn auch ein Reckgerüst nebst Reckstange, Leiter, Kletter
stange, Klettertau, zwei Ringe usw. besorgt und auf dem Hofe
aufgestellt. Die Kosten der Turngeräte beliefen sich auf
67 M., sodaß noch 33 M. für ähnliche Zwecke oder zur Er
neuerung der Geräte übrig blieben. Wahrend den Kindern
dadurch die Gelegenheit geboten wurde, gymnastische Übungen
zu machen, fehlt ein Turnverein für die erwachsenen Mit
glieder der Hausgenossenschaft.
Für die kleinen, noch nicht schulpflichtigen Kinder wurde
ein Kindergarten eingerichtet, dessen Leitung die Tochter des
Geheimrat Professor Post aus Interesse an der Sache bereit
willigst übernahm. Sie hat es verstanden, den Kindern „eine
liebende Mutter, geduldige Gespielin und treue Lehrerin zu
sein.“ Unter ihrer Leitung wurde jedes Jahr für die Kinder
ein Weihnachtsfest mit Aufführungen veranstaltet, an welchem
sämtliche Kinder beschenkt wurden. Im Sommer wurden
auf dem Hofe der Ansiedlung ebenfalls Kinderfeste gefeiert,
an welchen nicht nur die Mitglieder der Hausgenossenschaft,
sondern auch viele Gäste aus der Umgegend teilnahmen. Für
die Kinder wurden ferner noch Lichtbildervorführungen und
Vorstellungen eines Marionettentheaters, auch zur Belustigung
der Erwachsenen veranstaltet. Da hinter der Ansiedlung
noch Land frei war, ist es an die einzelnen Genossen ver
pachtet worden, um dort eine Laubenkolonie anzulegen und
Landwirtschaft zu betreiben. Es wurde ein Brunnen auf-