fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Fünftes Kapitel. 
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Segenstand, als Produktionsmittel® und die Arbeit selbst als pro- 
duktive Arbeit.” 
Wenn ein Gebrauchswert als Produkt aus dem Arbeitsprozeß 
herauskommt, gehen andere Gebrauchswerte, Produkte {früherer 
Arbeitsprozesse, als Produktionsmittel in ihn ein. Derselbe Ge- 
brauchswert, der das Produkt dieser, bildet das Produktionsmittel 
jeher Arbeit. Produkte sind daher nicht nur Resultat, sondern zu- 
Bleich Bedingung des Arbeitsprozesses. 
Mit Ausnahme der extraktiven [auf Gewinnung von in der Natur 
Yorhandenen Stoffen gerichteten} Industrie, die ihren Arbeitsgegenstand 
"on Natur vorfindet, wie Bergbau, Jagd, Fischfang usw. (der Ackerbau 
BO Soweit er in erster Instanz die jungfräuliche Erde selbst auf- 
Roh), behandeln alle Industriezweige einen Gegenstand, der 
Ohmaterial, daß heißt bereits durch die Arbeit filtrierter Arbeits- 
Segenstand, selbst schon Arbeitsprodukt ist. So zum Beispiel der 
“alnen in der Agrikultur. Tiere und Pflanzen, die man als Natur- 
Aeodukte zu betrachten pflegt, sind nicht nur Produkte vielleicht 
Sr Arbeit vom vorigen Jahre, sondern, in ihren jetzigen For- 
Ken Produkte einer durch viele Generationen, unter menschlicher 
u atrolle, vermittels menschlicher Arbeit, fortgesetzten Umwand- 
He Was aber die Arbeitsmittel insbesondere betrifft, so zeigt 
Te ungeheure Mehrzahl dem oberflächlichsten Blick die Spur ver- 
SAlgener Arbeit. 
wi Das Rohmaterial kann die Hauptsubstanz eines Produkts bilden, 
Y nur als Hilfsstoff in seine Bildung eingehen. Der Hilfsstoff 
nn vom Arbeitsmittel konsumiert, wie Kohle von der Dampf- 
ns hine, Oel vom Rade, Heu vom Zugpferd, oder dem Rohmaterial 
CESetzt, um darin eine stoffliche Veränderung zu bewirken, wie 
W. Or zur ungebleichten Leinwand, Kohle zum Eisen, Farbe zur 
me, oder er unterstützt die Verrichtung der Arbeit selbst, wie 
an Beispiel zur Beleuchtung und Heizung des Arbeitslokals ver- 
te Stoffe. Der Unterschied zwischen Hauptstoff und Hilfsstoff 
der wimmt in der eigentlich chemischen Fabrikation, weil keines 
Wien angewandten Rohmaterialien als die Substanz des Produkts 
98T erscheint.® 
Schi Da jedes Ding vielerlei Eigenschaften besitzt und daher ver- 
_edener Nutzanwendung fähig ist, kann dasselbe Produkt das Roh- 
8 ® Es scheint seltsam zum Beispiel, den Fisch, der noch nicht gefangen 
bein Produktionsmittel für den Fischfang zu nennen. Bisher ist aber 
‚ch nicht die Kunst erfunden, Fische in Gewässern zu fangen. in denen 
"° Sich nicht vorfinden. N 
ie : Diese Bestimmung produktiver Arbeit, wie sie sich vom Standpunkt 
ars Sinfachen Arbeitsprozesses ergibt, reicht keineswegs hin für den 
Pitalistischen Produktionsprozeß. a 
| $ Storch unterscheidet das eigentliche Rohmaterial als „matiere“ von 
Sy Hilfsstoften als „materiaux‘“; Cherbuliez bezeichnet die Hilfsstoffe als 
"Matidreg instrumentales“.
	        
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