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I. Buch. Production und Consumtion.
sollten. Ihre Thätigkeit sollte hauptsächlich da eingreifen, wo die Privat
initiative sich zu schwach erweist, oder wo Fehlgriffe im Bereiche der Privat-
nnterrichtsanstalten und der Wirksamkeit der von den verschiedenen Factoren
des socialen Lebens geübten Fürsorge für Schulen und Bildung zu Tage
treten, sowie überhaupt ein Minimum von Gegenständen, welche in den ver
schiedenen Schulen und Unterrichtsanstalten aller Grade gründlich gelehrt
werden müssen, feststellen. Im übrigen ist es sehr wünschenswerth, daß die
großen industriellen und andern Unternehmungen sich zusammenthun, um
einen ihren Bedürfnissen entsprechenden technischen Unterricht zu organisiren,
und daß sich auch kleinere zu gleichem Zwecke vereinigen.
Auch schon bevor der Staat seine umfassende Thätigkeit ans dem Ge
biete des Unterrichtswesens entfaltete, hat die Kirche, namentlich bezüglich
des höhern und mittlern Unterrichts, Großes geleistet. Prälaten, Klöster,
Kapitel und fromme Privatleute haben sehr bedeutende materielle Opfer für
solche Zwecke gebracht. Wie viele Mühe und Sorgfalt haben unzählige Mit
glieder des geistlichen Standes und insbesondere der religiösen larden auf
den Unterricht der Jugend verwendet! Aber nicht nur gelehrtes Wissen und
Allgemeinbildung sind von der Kirche und ihren Dienern in größtem Maß
stabe verbreitet worden, auch auf dein Gebiete des Fachunterrichts haben die
selben Großes vollbracht. Man denke nur an die landwirtschaftliche Thätigkeit
der Cistercienser, namentlich in den östlichen Ländern Centraleuropas, eine
Thätigkeit, welche die Trappisten in verschiedenen, auch in außereuropäischen
Ländern noch heilte üben, und an den erfolgreichen Fachunterricht, den gegen
wärtig die Salesianer, die Söhne Don Boscos, in den verschiedensten Gegenden,
ja selbst in Südamerika ertheilen.
In den letzten Jahrhunderten aber hat die Initiative der katholischen Kirche
auch ails dem Gebiete des Volksschulunterrichts sehr viel gethan. Man vergegen
wärtige sich, wie zahllose Schulen von den Barmherzigen Schwestern und den
Schulschwestern verschiedenster Kongregationen und Orden gegründet und geleitet
wurden und werden, was die Schillbrüder wirkten und wirken, welchen Auf
schwung erst vor ungefähr einem Jahrzehnt das katholische Privatvolksschulwesen
in Belgien genommen hat, wo zwei Drittel der Elementarschüler nicht die staat
lichen und sonstigen privaten Schulen, sondern die kirchlichen Schulen frequentirten.
Und gegenwärtig besucht auch in Frankreich etwa ein Sechstel bis ein Fjinftel
der in den Volksschulen vereinigten Jugend die freien kirchlichen Lehranstalten.
Uebrigens haben sich auch andere Religionsgemeinschaften um das Unter
richtswesen verdient gemacht. Es möge hier nur auf die durchaus von
religiösem Geiste getragenen Hochschulgründungen in dem Neuengland der
frühern Zeiten, auf Harvard College bei Boston und andere Anstalten jener
Gegenden, die ihren Ursprung großmüthigen Wohlthätern verdanken, ans das