werben. Falls e8 fi um Waren handelt, die dem Werte nach
veraoilt werden. Das Verzeichnis Toll von der zuftändiaen
Dienititelle des Auslandes heakaubiat fein. Wit bei Ankunft
der Multer fein Verzeichnis vorhanden. fo Iann e8 im Sin-
huhrhafen außaeitellt werben, doch muß der Wert urkundlich
nacdhaetwiefen werden Das Verzeichnis wird von einem
Hollbeamten abaezeichnet und geftempelt. und mit einem Vers
ınerf über die Hinterleaung des 8olls und über die Srfen-
nunaßaeichen der Muilter verliehen. Dielelben Vorfchriften
gelten auch für Broben und Muiter von Metallwaren, die der
Cbdeimetallprobe unterlienen. DVelteht der Seaenitand ganz
qu8 Edelmetall, fo muß Hr Waren aus Gold Hir jede Unze
Zrohagewicht 17/. für Tolche aus Silber 1/6 ie Unze hinter-
leat werden. Werden nur einzelne Teile des Artikels der
Sbdelmetallprobe unterzogen, fo Kind je Unae Zrohaewicht au
hinterlegen: bei Gold 34/, bei Silber 83/. Bei nicht zollpflich-
tigen Waren braucht fein Verzeichnis heinebracht zu werden.
‚ Die Ausfuhr der eingeführten. Muiter kann über iraenb
cinen der arößeren enalilchen Häfen erfolaen. Aweds Gre
Hattung dea Hinterleaten Betraaes muk das Verzeichnis Der
Waren mit dem Vermerk des Aollbeamten, der fe bei der
Sinfubr aeprüft hat. vorneleat werden; ferner muß eine in
Gegenwart eines Benmten unterseidhnete Erflärung vorliegen.
des Inhalts. dak die Waren nur als Muiter und Proben ver-
wendet wurden, und dak He mit den eingeführten Waren iden-
ti find. Die Ausfuhr muk fpäteltens innerhalb 12 Monaten
nadı dem Sinfuhrdatunmn: erfolgen. Muf Antraa fann die HFrift
auf 2 Sahre nerlänaert merden.
Muiter in Briefen:
Muiter die auNlpflichtia find, dürfen in feinem Falle, auch
Wenn e8 fih um noch fo geringe Mengen handelt, mit der
Briefboit einneführt werden. Hiervon beiteben nur folgende
Ausnahmen:
Unverarbeiteter Tabak (nicht Bingarren, Riaareiten oder
berarbeiteter Tabak ufw.) bis 6 Unzen Gefamtaewicht genen
einen 300 von 2 ih 9 d; neiftige Getränfe (Branniwmein) ohne
Zuias bon Niedhitoffen. bis 6 Unaen Gefamtaewicht und mit
deutlicher Inhaltanaabe „Spirits (not verfumeb)“ in der
Yufichrift, genen einen Zoll von 3 Ih 6: Wein dis 12 Unzen
Seiamtaewicht zollfrei: Tee bis 8 Ungen Geiamtaemicht mit
Beuflicher Anhaltsanaahe in der AMuffchrift. bon 3 Unzen an
5 bennn, Roll; Hopfen bis 16 Unzen SGelamtaewicht und mit
eutflicher Xnbaltsanaahe in der Aufkfchrift. aeaen einen Boll
don 8 d:; Jaubere Aumpen.
‚. Muiter von Tabak mülfen in der Auffchrift den deut-
lichen Vermert „Sample of Tobaffo not manufactured”
(tanen, Much für Muiter von Wein {ft die nhaltsanaahe auf
er Sendung voraefchrieben. S3 empfiehlt fich überhaupt, all-
gemein in der Auffchrift von. Multerfendungen — Ihon wegen
er Srleichterung bei der Bolprüfuna — iItet8 den Snhalt
deutlich anzugeben.
seja Son den an lich aollpflihtigen Gegenitänden können Han-
Delsmuter bon Geide und Kuniftfeide jowie von Sbiken und
Ketunmten ©tidereien als „bona-fide“ = Muiter eıngeruhrt
Nerden, wenn e8 ch um Handelsmulter bon waden aus Gewe
Den Kunitieide, bon Geweben, Bandern (ribbons), Flechten
raid) Cchnüren (cord8) und Befagen (trimmınas), von
ung eide oder UWbfallen von Seide oder Kuniftieide, von Spiben
Cr 30llpflichtigen Stidereien handelt, Das Kohnewicht jeder
qeduna darf 16 Unsen (= 453 Gr.) nicht uberfehreiten,
die 2 Sendung muß auker der vollen Anfchrift des eigent-
en Empfängers noch die (zweite) Unfchrift „C/O (care of)
P Officer of Customs and Excise, Mount Pleasant Depot, General
Se Office, London E, C.“ und an gut jJichtbarer Stelle eine
KeDaltanaabe nadı den Warvenbezeihnungen des engliichen
ke tarifs nebit dem Meingewidht der Ware und eine Erflärung
Aaen, daB e8 fih um „Dona-fide”-Handelsmuiter handelt.
et Derartige Muiter find zollirei. wenn in einer Sendung
it 3 nur ein Muiter von derfelben Art und Farbe enthalten
; US die Muiten folgenden Bedingungen entinrechen
Bei Seide und Kunitieide:
a) Gewebe (andere al8 Bänder (ribbons), wenn fie in der
Sänge 1 Yard (= 90 em) nicht überfdhreiten, obne
p) Rücticht auf die Breite bon Kante zu Kante; N
Nach dem Werte zu verzollende Stoffe (Gewebe im Stüe,
(piece qood8), wie Schnüre (cord8), Gimpen ulmw., wenn
lie in der Qänge 1 Yard (= 90 em) nicht überfehreiten;
3) Bänder (ribbons) in Langen bis gu 2,5 Yarde (= 225 cm),
wenn fie an den Kanten in Zwilchenräumen von nicht
mehr al8 9 enal. 2oll (etwa 2286 em) eingefdOnitten find;
d) ®arne, Nohfeide und AWbfallieide, wenn fie nicht über
4 Unzen (etva 118 Gr.) wiegen.
2. Dei Sbiten und an fih zolpflichtigen Stidereien:
a) Die Muiter dürfen 36 engl. Zoll (= 91,4 cm) in der
Dreite — 5. bh. zwilchen den natürlichen Kanten oder
Säumen — nicht überichreiten:
OSroßbritannien
b)Sie mülen in ber Längsrichtung an den Kanten in
Bwiichenräumen von nicht mehr als 9 enal. Boll (etwa
22,86 cm) eingefchnitten fein. _
Gleichaeitia find noch folaende Handelzmulter zugelafien
DOrDEN:
Rohe Bichorie. Rohkaffee, Rohfakfao, nedürrte Früchte und
Buder bis au 8 Unsen Meingewicht und mit deutlicher
Ynbaltsangabe in der Auffchrift: '
Spielfarten bis höchitens 2 Spiele in der Sendung, von
denen eine Ede jeder Kartei auf % enal. Zoll (= 1,25 cm)
Länge abaefchnitten fein muß. und mit deutlicher Ynhalts-
angabe in der Uuffchrift „Playing Cards‘;
Glasbehälter mit Serum mit deutlicher Anaabe der Urt
des Anhalts und in borfchriftsmäßiger Verbadung gegen
Rabhluna bes InduktrielAuß-Aolle8.
Sn CEnaland wird für jede Muiterfendung, eine Vers
zollungsaebühr von 6 di erhoben, wenn für die Sendung tat-
jächligh Aoll au zahlen it. |
Diefelbe Gebühr von 6 -d wird erhoben. wenn Mufter-
fendungen, die wegen Nichtbeachtung der Hollborichriften dem
Boll zur Verfünung geftellt waren, der Woft zurüdgegeben
werden, um fie genen 8Zahluna des Zolles dem Empfänger zu
behändiagen.
Aullamtlide Abfertiaung von Bofjtuaketen,
Der: Empfänger einer Poftpakfetfendung in Enaland wird von
dem Sinaana der Sendung benachrichtiat und aleichzeitin auf-
gefordert, eine Aollerfärung abauaeben. Solche Boltbaket-
fendungen, bei denen die HZolldeflarierung mit dem Inhalı
übereinitimmend befunden mird, wird durch die Boltbehörde
zuageltellt und der Rollbetraa bis Au einer Höhe von 5 Bfund
Sterlina von den Koitboten einneasoaen, Von diefer arund-
(äßlichen Regelung aibt c8 aber Ausnahmen, Eine BZoNinhalts-
zrfläruna (Entry) wird nicht berlanat:
1. bei Warenfendungen, die einem Wertaoll unterliegen (Mac
Kennasöllen und Induitriesöllen), wenn die Sendung von
einer Brivatperlon im Auslande entweder an eine Privat
berfon ober eine Handelsfirma im Inlande gerichtet it
und der Wert des! zollpflichtigen Inhalts den Betran von
15 fd. St. nicht überiteint;
oder allgemein der Wert der Sendung den Betrag von
15 rd. St. nicht Üüberiteint:
2, bei Warenfendungen, die unter den Seidenzoll fallen, es
fei denn, daß die Sendung an eine Handelstirma gerichtet
iit und der aollpflichtiae Wert der Senbduna den Betrag von
3 Bid. St. übertteigt;
In allen Fällen. in denen eien RZolinhaltserfHärung nicht
verlangt wird, mird das Baket zollamtlidh abgefertigt und gegen
Sinziehuna des Zollbetraas durch den Boftboten zugeftellt. Sine
allaemeine Ausnahme Ddiefer Art des Hollabfertiqungsber:
fahren8 ift nach Anficht der enalifchen ZoNlbehörbe deshalb nicht
nönlich, weil die Mehrzahl der in Snaland zur Erhebung
fommenden Aölle Wertanlle Knd und weil deshalb die Zoll»
bchörde Wert darauf leaen muß. als Unterlage für die Zoll-
srhebuna die Wertdeflaration einer im Inlande anfäffligen
Neriänlichteit in Göänden zu haben.