Frauen- und Kinderarbeit, 627
und zwar gerade in den kleineren !). Die gegebenen Fabrik-
gesetze blieben in Folge des Widerstands der kleineren Fabri-
kanten unausgeführt?). Die gewöhnliche Arbeitszeit, die in
Schottland und im Nordosten Englands 12—13 Stunden be-
trug, war zwar in Manchester auf 11 Stunden vermindert 3),
aber die Mahlzeitspausen wurden schlecht eingehalten und
erzwungene Ueberarbeit oft bis Mitternacht war häufig %).
Das gewöhnliche Alter, in welchem die Kinder anfıngen in
Fabriken zu gehen, war zwar 9 Jahre, doch kamen immer noch
5jährige Kinder vor, 6- und 7jährige waren nicht selten °).
Diese Kinder arbeiteten im Allgemeinen ebenso lange wie die
erwachsenen Arbeiter und wurden von letzteren oft hart be-
handelt %). Mit dem Schulunterricht stand es womöglich
schlechter als früher”). In allen Fabriken litten die armen
Kinder an unnatürlicher Müdigkeit und allerlei Krankheiten ®%,
Dabei hatte sich das Uebel durch Vermehrung der Zahl der
Fabriken auf immer weitere Kreise erstreckt.
1834 gab es in Schottland 380 Fabriken in der Baum-
woll-, Leinen-, Woll- und Seidenindustrie, darunter nur 6
Seidenfabriken. Die Tuchfabriken waren meist kleineren Um-
fangs!). In diesen Fabriken waren 46825 Personen beschäf-
tigt, darunter
1193 unter 11 Jahren,
6 228 unter 13 Jahren und
13 721 zwischen 13 und 18 Jahren.
Im Norden Englands gab es 52 Fabriken mit 3960 Ar-
hbeitern. darunter
2a. a O. 8. 16
2a. a. 0.8. 32,
3 a. a. 0.8. 7.
2a. a. 0.8. 12.
5) a. a. 0. 8. 15.
8) a. a O. 8. 31, 20.
7 aa 0. 8, 30.
8) a. a. O. S. 25.
2) Return of the Names of the Inspectors of Factories and Copies
of the Reports presented by them. 11. August 1834.
10%