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Das ist es, was die Vertreter des historischen Mate—
rialismus sagen: sie leugnen die Selbständigkeit, die Eigen—
macht, die Obermacht des Geistes; sie sagen, daß das be—
stehende gesellschaftliche Bedürfnis den Geist in bestimmte
Gleise zwingt und daß auch das Bedürfnis von bestimmten
materiellen Produktionsverhältnissen erzeugt wird Sie
lengnen also auch hier, daß der Geist absoluter Herrscher sei—
Dieses, der Zusammenhang von Technik und Wissen—
schaft, ist so wichtig, daß wir wohl noch etwas länger dabei
verweilen dürfen, um ihn eingehender zu betrachten.
Wir geben noch ein paar ausführliche Beispiele.
Denken wir uns einen Handweber im Mittelalter. Der
Handwebstuhl genügt im allgemeinen den gesellschaftlichen
Bedürfnissen. Der Handel, der Verkehr, der ausländische
Markt haben sich noch nicht so weit entwickelt, daß neue
große Produktivkräfte nötig sind. Danach wird noch
kein Bedürfnis empfunden. Dennoch haftet der aufmerk
same Blick eines besonders scharfsinnigen Webers an seinem
Werkzeug, da er weiß, daß eine schnellere, bequemere Pro—
duktion für ihn persönlich einen Vorteil bedeutet Er er—
findet eine kleine Verbesserung und bringt sie an Inner—
halb seines Kreises wird sie bekannt und nachgeahmt. Dabet
bleibt es. Eine kleine, kaum fortschreitende Aenderung im
Produktiosprozeß, die vielleicht Jahrzehnte oder Jahrhun—
derte die einzige Aenderung bleibt Sie ist entstanden durch
das Bedürfnis eines Einzelmenschen.
Setzen wir jedoch voraus, daß Verkehr und Handel
(zum Beispiel im fünfzehnten, sechzehnten und siebenzehnten
Jahrhundert) sehr zugenommen haben, daß sich der aus—
ländische Markt ungemein ausgedehnt hat, daß Kolonien,
die Manufakturwaren aus dem Mutterlande verlangen, ge—
gründet sind, — dann wird das gesellschaftliche Bedürfnis
und der Drang nach verbesserter Technik, nach größerer
Produktivität der Arbeit allgemein, dann siunt nicht einer,
sondern hundert Menschen sinnen auf kechnische Verbesse—
rungen, dann entsteht durch viele sich rasch anhäufende kleine
Aenderungen ein neues Werkzeug.
Denken wir uns einen der früheren Erfinder der
Dampfmaschine, einen Papin zum Beispiel.
In vielen Menschen steckt eine besondere Begabung
und Liebe für die Technik; die Jahrmillionen der Mensch—
heitsentwicklung haben das auf uns vererbt; und in einigen
kommen diese Liebe und Begabung, wenn die Produktions—
verhältnisse mitwirken, wie große Flammen zum Vorschein
Die Gesellschaft, worin sie leben, hat schon eine entwickelte