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können unabhängig voneinander an verschiedenen Punkten
stattgefunden haben — aus jedem von ihnen erhellt deut—
lich die enge Wechselwirkung, die zwischen neuen Produk—
tionsmitteln und neuen Lebensweisen und Bedürfnissen be—
steht. Jeder dieser Faktoren erzeugt mit Naturnotwendig—
keit den anderen, jeder wird mit Notwendigkeit die Ursache
von Veränderungen, die dann ihrerseits wieder neue Ver—
anderungen in ihrem Schoße bergen. So erzeugt
dede Erftindung ünpermeidiicherweise
Wirkungen, die den Anstoß zuanderen
Erindungen und damitwieder zuneunen
Bedürftnissen und debensweisen geben,
de wieder nene rindungen eropor—
rufen usw. —eine Kette unendlicher Entwicklung, die
um so mannigsacher und rascher wird, je weiter sie fort—
schreitet und je mehr damit die Möglichkeit und Leichtigkeit
neuer Erfindungen wächst.“
Kautsky erzählt dann weiter, wie der Mensch, als er
einmal in die Grasebenen gekommen war, dort zum Acker—
bau, zum Bauen von Wohnungen, zum Gebrauch des Feuers
und zur Viehzucht kam, und wie danach „das ganze Leben
des Menschen, seine Bedürfnisse, seine Wohnsitze, seine Mit—
tel des Lebensunterhaltes geändert wurden und die
ene Grindung chlttereich zahbreiche
anderenach h zo derrsteinmno
emach ood de gverseltung des
Speeres oder der Axtgelungen war“
Und so wird einmal (um wieder ein Beispiel dem jetzt
in Rußland aufkommenden Kommunismus zu entnehmen),
wenn der Kommunismus vollkommen da sein wird, das
Bedürfnis nach Produktiovn und Glück so allgemein und
groß sein, in so vielen Hunderten von Millionen Menschen,
daß dies Bedürfnis nach Produktion und Glück so allge—
mein und groß sein, in so vielen Hunderten von Millionen
Menschen, daß dies Bedürfnis gewaltig zahlreiche und
große Erfindungen, und so ins Unendliche, so weit wir
sehen können.
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Bemerkung.
Die Erfindung der neuen Technik, worauf, wie wir
gesehen haben, die Wissenschaft beruht, findet also durch
den gesellschaftlichen Drang und durch das im Individuum
wirkende gesellschaftliche Bedürfnis statt, und sie gelingt
erst volllommen, wenn das Bedürfnig allgemein gesell⸗
schaftlich ist. Bis jetzt konnte jedoch der Geist des Erfinders