52 B. Buchführung und Rechnungsstellung im einzelnen
Zum Überblick über die Stoffbewegung dient außerdem eine
besondere Zusammenstellung, die den Bestand am Ende der laufen-
den Periode, am Ende der vorausgegangenen Periode und am Ende
der entsprechenden Periode im Vorjahre enthält. Ferner wird die
Abgabe von Stoffen in den letzten 52 Wochen dargestellt und eine
Angabe darüber, für welche Zeit die Bestände den Bedarf decken.
Alle diese Angaben geschehen nur in Geld. Eine Zusammenstellung
der Mengenspalten aus den Karten findet nicht statt,
Die Buchführung für die kleineren Lager (in den einzelnen
Werkabteilungen oder bei Lokomotivschuppen) wird von dem
Hauptlager geführt.
In ähnlicher Weise, wie dies hier für die Lagerverwaltung
in der Lokomotivwerkstätte dargestellt ist, geschieht die Bestands-
buchführung für alle anderen Betriebsvorräte, und zwar auch für
die sogenannten ‘General Stores”, d. h. die Betriebsvorräte, die
bestimmt sind für den Dienst auf den Stationen und auf sonstigen
Verwaltungsstellen. Hierzu gehören auch Schreibmaterialien,
Dienstkleidung usw. In einem Teil des Netzes werden alle Uni-
formen in eigenen Werkstätten des “Stores Department” hergestellt,
während sie im übrigen von Lieferanten bezogen werden. Die
Uniformen werden dem Personal unentgeltlich geliefert. Wagen-
decken stellt die Gesellschaft selbst her.
Die Bilanzwerte ergeben sich aus der Gesamtbelastung der
Betriebsvorratskonten, wie sie die Zusammenfassung der ‘“Balance-
Sheets’ ausweist.
Eine Abschreibung von Betriebsvorräten wegen Wertdifferenzen
findet grundsätzlich nicht statt. Es kommt vor, daß auf Grund der
Lagerkontrolle Wertberichtigungen stattfinden. Diese rühren aber
immer nur von Mengendifferenzen, nicht von Preisdifferenzen
her. Diese Wertberichtigungen werden durch sofortige Buchungen
durchgeführt.
Am Schlusse des Geschäftsjahres werden keinerlei Wert-
berichtigungen vorgenommen.
2. Die Verbuchung des Materialverbrauches
Die Verbuchung des Materialverbrauches schließt an die Lager-
buchführung an. Besonderheiten des Verfahrens in den Werk-
stätten sind auf Seite 55 ff. behandelt. Auch bei anderen Ab-
teilungen werden für die Verrechnung des Materialverbrauches
Versuche mit Hollerithmaschinen gemacht. Als Beispiel hierfür
soll die Verbuchung der Materialien für die Betriebs- und Verkehrs-