zent), in denen die Bodenftücke unregelmäßig geformt find.
Die einzelnen Befigungen haben oft 60 und mehr voneinander
getrennte, in der ganzen Flur zerjtreute Stücke;
diefe find manchmal nur 7, fogar nur 4 Meter breit, dagegen
oft 2, ja 4 Kilometer lang. Außerdem kommt es jebr
häufig vor, daß viele Grundjtücke infolge der Gemenglage
nicht unmittelbar an einer Straße oder einem Wege ge-[egen
find, alfjo nur über fremde Grundjtücke betreten
werden können. Endlich find die einem und demfjelben
Srundbefiger gehörigen Flächen voneinander und vom
Wirtfchaftshof oft weit entfernt. Diejer lieat nur jelten
mitten unter den zu ihm gehörenden Flächen; legteres ift
überhaupt nur bei der Befiedlung in zerftreuten Einzelhöfen
möglich, zum Teil auch noch bei jehr lanagejtreckten,
auseinandergezogenen Reihendörfern; fjoldjer Gemeinden
aibt es aber in jenen fieben Ländern nur 3644, das heißt
39 Prozent der Gejamtzahl.
Alle oben erwähnten Fehler einer Flureinteilung find
alfo in Öfterreid) außerordentlich weit verbreitet. Gelegenbeit
zur Derbeiferung ift demnac) reichlich gegeben.
3. Nachteile der unrationellen Flureinteilung.
Welches find die wirtfqhaftlidhen Folgen einer joldhen
unrationellen Flureinteilung?
Je ungünftiger die Flureinteilung ijft, um fo mehr
Boden geht für die Produktion verloren, um jo weniger
it eine intenfive Kultur möglich, um fo jqhwerer find
Bodenverbejfjerungen durchführbar, um fo jhwieriger geitaltet
fi der landwirtfjhaftlidhe Betrieb, um jo mehr unproduktive
Gänge und Fuhren mülfjen im Betrieb gemacht
myerden, um fo geringer ijt der Bodenertrag, um fo größer
jind die Beftellunaskoften, um fo mehr finkt der Reinertrag.
a) Der DerIufjt an bebautem Boden ergibt
ich daraus, daß jede Grenze eines Grundjtückes aus einem
etwa 30 Zentimeter breiten unbeftellten Streifen beiteht;
die Cänge der Grenzen und deren unbebaute Fläche
wächft aber außerordentlich rafh mit der Zahl der Parzellen
und mit ihrer Länge im Derhältnis zur Breite.
Das zeigt das nachjtehende Zahlenbeifpiel für ein
Bauernaut von 64 Hektar Bodenfläche:
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