Full text: error

Schlosser ; 
berücksichtigen, wenn nach den dortigen Erfahrungen eine zutreffende Veranlagung auf Grund 
der Aufstellung erfolgen kann, Zu bemerken ist, daß eine größere Zahl Finanzämter bei der 
vorjährigen Veranlagung zu höheren Umsätzen und höherem Einkommen gelangt sind. 
Zu beachten sind insbesondere folgende Punkte: 
Ausgegangen ist für die Meistertätigkeit von insgesamt nur 2200 Stunden (Spalte 2 und 8). 
Diese verhältnismäßig geringe Zahl wird damit begründet, daß vollbeschäftigte, alleinarbeitende 
Schlossermeister im allgemeinen im Jahre 1926 nicht vorhanden waren, 
Das Sinken der Meisterstundenzeit in der Betriebsgröße 4 (1 Geselle und 3 Lehrlinge) 
gegenüber der vorhandenen Betriebsgröße dürfte in dem angegebenen Umfange (600 Stunden) 
aicht zutreffend sein. 
Mangels vorhandener Unterlagen konnte nicht nachgeprüft werden, ob die unter Unkosten- 
zuschlag (Sp. 7) angegebenen Beträge auch unter Berücksichtigung des in Spalte 8 angegebenen 
Entgelts für unproduktive Tätigkeit des Meisters tatsächlich abziehbare Unkosten in voller Höhe 
enthalten. 
Der Materialverbrauch dürfte bei einer großen Anzahl von Betrieben erheblich mehr betragen. 
als angegeben. 
Nachzuprüfen wäre auch noch, ob die Verdienstspanne von 10%, bei größeren Betrieben 
von 72% angemessen erscheint. 
(Vgl. hierzu das am Schluß des Heftes wiedergegebene Rundschreiben des Landesfinanzamtes 
Hannover vom 9. März 1927.) 
9. Landesfinanzamt Karlsruhe (Bezirk der Hwk. Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim). 
Schätzung nach Brutto- und Nettoverdienst sowie nach Kalkulationssätzen. 
Alleinmeister , . . . 
Meister mit 1—2 Gehilfen 
”„ 3—4 2» 
.„ ” 5—6 „ . 
Meisterlohn + 12—15 % vom Umsatr. 
Vgl. auch „Schätzung nach Tagesverdienstsätzen für 1926“ am Schluß des Heftes). 
Richtsatz für den 
Nettogewinn in % 
30—35 
27—30 
27—26 
15—920 
10. Landesfinanzamt Köln (Bezirk der Hwk. Aachen, Koblenz, Köln. Trier). 
a) Vom Landesfinanzamt aufgestellt: 
Bis zu Z 6000.— Umsatz 
» 10000. 
» 15.007 
» 7 > 0 
9 Rn 6 
» » » 10 000.- 
22 »» »» 60 000.- 
über  60000.- 
Vorschläge für Bruttonutzensätze 2230 0/, 
30 % 
22-25 Jo 
BA / 
ale 0% 
(4— 5 
147 Ze 
70) 
o) Von der Handwerkskammer Koblenz aufgestellt: 
Bis zu AM 5000.— Umsatz. .. 1... 25—28 9% 
» 3» » 10000— «+ 20—23 % 
» 2 » 15000.— » ;» 18—20 % 
»  » » 20000.— . 153—17 % 
über .. 20000 — 10—15 9% 
109
	        
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