KXreditbedar}
der
Landwirt-
schaft,
werden, und die bankmäßige Tätig-
keit muß aufhören. Die bankmäßige
Tätigkeit der Sparkassen ist einer
der hauptsächlichsten Gründe, die
len Wiederaufbau des Realkredits
verhindern. Das Wiederaufleber des
Realkredits ist aber eine der wich:
igsten Grundlagen für die Gesun-
lung des inneren Marktes. Der Real:
zredit für die Landwirtschaft ist die
Voraussetzung für eine intensive
ınd stabile Wirtschaft. Er ist eine
‚ebensfrage für die Landwirtschaft.
nn erschreckendem Umfange sind
kleinere landwirtschaftliche Betriebe
ebenso wie die Besitzer größerer
Yüter im abgelaufenen Jahr zur Auf-
ıahme von Wechselkrediten ge:
zwungen worden. Die kurzfristigen
Zahlungsverpflichtungen haben die
derzeitigen zahlreichen Verkaufs:
ınd Verpachtungsangebote an Gür-
tern hervorgerufen, Sie sind eine
‚olkswirtschaftliche Gefahr. Hypo-
‘heken konnten seitens der Land:
wirtschaft in den letzten Jahren
nicht in genügendem Ausmaße auf:
genommen werden. Vor dem Kriege
waren Pfandbriefe im Betrage von
11,5 Milliarden untergebracht, seit
der Stabilisierung bis zum Septem:-
ber 1925 nur etwa 620 Millionen
Mark. Überdies erlaubt der Rück:
gang der Verkaufspreise und der
demgemäß verminderte gemeine
Wert der Güter nicht mehr die Be-
eihung wie vor dem Kriege, zumal
lie hohen Zinssätze nicht aus den
Betrieben herausgewirtschaftet wer:
den können. Wir konnten gerade in
diesem Jahr zum ersten Mal seit lan:
ger Zeit durch einen starken Ver:
brauch an künstlichem Dünger eine
erhebliche Zunahme des Ertrages
an Getreide erzielen, der uns von
dem Import ausländischen Getreides
nahezu unabhängig macht. Nichts ist
ür unsere Handels; und Zahlungs:
»älanz und für unsere Volksernäh-
rung wichtiger als die Erhaltung
einer intensiven Wirtschaft in der
andwirtschaft. Wir stehen jetzt vor
ıer Gefahr, daß durch die Vernachs
issigung der Schaffung ausreichens
‚en Realkredits große Teile der
andwirtschaft dem höchst gefähr:
chen Schlagwort vom Übergang
ur extensiven Wirtschaft erliegen.
is würde Jahre dauern, bis der
'chaden, der dadurch entsteht, wies
ler gutgemacht werden kann.
Ein Wiederaufbau des realen Kre-
lits der Landwirtschaft bringt zu:
eich auch die Möglichkeit einer
"örderung des industriellen Kredits.
'enn hierdurch würden in großem
/mfange Gelder freigemacht wers
len, die vom Standpunkt der Geld:
eber aus für die Kreditanlage in
ndustrie und Handel eher geeignet
ınd als für die Anlage in der Land:
virtschaft. Eine vernünftige Ver-
vendung der Gelder der Sparkassen
u billigen. Zinssätzen für den
‘ealkredit und eine Einschränkung
er Hergabe von Spargeldern an die
lommunen und Kommunalverbände
;t geeignet, in nicht unerheblichem
Aaße die Schwierigkeiten der lands
virtschaftlichen Kreditbeschaffung
‚u beseitigen. Die ganze Dringlich:
eit des Problems wird durch die in
ler Einleitung gegebenen Zahlen der
ebensmitteleinfuhr beleuchtet.
Besonders vom Auslande erhoffen
aanche Kreise die Bereitstellung
angfristiger Kredite. Ihre Aufnahme
tellt die höchsten Anforderungen
‚n die wirtschaftliche Voraussicht
ies Kreditnehmers. Nur wenn sie
‚roduktiven Zwecken zugeführt
verden, ist die Rückzahlung des Kas
‚itals und der Zinsen gesichert. Vers
‚ögerte Abdeckung der Verpflichs
ungen an das Ausland hätte auf die
Zereitwilligkeit der ausländischen
Sreditgeber zu weiteren Investitir
men in Deutschland bedenklichsten
Binfluß,
Zu Importzwecken sollten ausläns
Jische Kredite im wesentlichen nur
iuslands-
kredite.
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