Full text: Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

solche Tafel enthält für einen bestimmten Zeitraum, meist 
für einen Monat, sämtliche Unkosten in der Weise, daß eine 
Addition der Längsspalten die Unkostensumme der einzelnen 
Abteilungen, eine Addition der Querspalten die Summen 
der einzelnen Unkostenarten ergibt. 
Wie man sieht, ist eine solche Aufteilung nicht schwierig. 
In der Praxis stellt sie sich natürlich viel verwickelter dar. 
Die gewissenhafte Kontierung, ihre Prüfung durch die 
Unkostenabteilung ist oft nicht einfach; beim besten Willen 
unterlaufen manchmal Aufwendungen, die in das allgemeine 
Schema nicht einzugliedern sind. Man richtet deshalb eine 
Hilfsstelle ein: Allgemeiner Betrieb, und eine Hilfsart: Ver- 
schiedene Unkosten, in denen man derartige Beträge unter- 
bringt. Jedoch ist streng darauf zu achten, daß man diese 
Verlegenheitskontierungen nur in den seltensten Fällen 
zuläßt; denn man würde es sonst erstaunlich finden, was 
sich da alles ansammelte, wenn die Unkostenabteilung hier 
nicht größte Gewissenhaftigkeit übte. 
Die Zuschlagsberechnung. Die Unkostensummen 
sind nun nach jeder Richtung hin vorhanden. Was ge- 
schieht aber weiter mit ihnen? Sie müssen ja zur Ermittlung 
der Selbstkosten der Fabrikate auf die verschiedenen Kosten- 
träger, also die Aufträge verteilt werden. Hierzu geht 
man von der Überlegung aus, daß jedem Aufwand in der 
Produktion eine bestimmte Unkostenmenge zuzuordnen ist. 
Die Bezugsgröße dieser Zuordnung kann außerordentlich 
verschieden gewählt werden. Man kann die Unkosten nach 
dem Platzbedarf der verschiedenen Fabrikate verteilen, wenn 
diese sperrig sind und daher andern Fabrikaten den Werk- 
stattplatz wegnehmen, wie bei Schiffswerftbetrieben. Man 
kann die Unkosten auf die Arbeitsstunde des Arbeiters oder 
bei stark mechanisierten Betrieben auf die Maschinenarbeits- 
stunde verteilen, indem man etwa davon ausgeht, daß jede 
Maschine an Kraft, Wartung, Betriebsmaterial, Reparatur 
einen bestimmten Unkostenbetrag verzehrt. Am beliebtesten 
ist jedoch der Bezug auf die direkten Fabrikationslöhne 
oder, wie man vielfach sagt, auf die produktiven Löhne, die 
für eine Auftragsnummer ausgegeben werden. Vieles
	        
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