Betriebsunkosten, sondern gibt auch einen Überblick über
das gewissenhafte Arbeiten des Betriebes selbst, nämlich ob
dieser mit den Vorgabepreisen ausgekommen ist Oder sie im
Material- und Lohnverbrauch überschritten hat. Die Erfolgs-
rechnung gewinnt damit ungemein an Farbigkeit und Inter-
asse, da sie jetzt das bietet, was der Betriebsleiter in ihr
sucht, nämlich einen Rechenschaftsbericht über seinen be-
vrieblichen Wirkungsgrad.
Die Kostenpläne. In einem ganz nach dem Budget-
verfahren arbeitenden Betriebe sind es besonders die Haus-
haltspläne für den Unkostenverbrauch, die unsere Aufmerk-
samkeit erregen. Dieser ist natürlich in erster Linie von
der Ausbringung des Betriebes, also seinem Beschäftigungs-
grad abhängig. Bevor also ein Unkostenbudget aufgestellt
werden kann, muß man sich klar darüber sein, mit welchem
Beschäftigungsgrad man in der nächsten Zeit zu rechnen
hat. Umfangreiche statistische Vorarbeiten sind notwendig, um
festzustellen, wie sich die Gesamtsumme der Unkosten bei
verschiedenen Beschäftigungsgraden verhält. Hat man diese
Unterlagen gesammelt, so heißt es, diese Gesamtsumme auf
die einzelnen Unkostenarten und die verschiedenen Unkosten-
stellen des Betriebes aufzuteilen. Denn einen Wert hat ein
solches Budget nur, wenn es jedem Betriebsassistenten und
jedem Meister möglichst detaillierte Angaben liefert, mit wel-
chen Verbrauchsziffern er auszukommen hat. Grundsätzlich
wird ein Unkostenplan für einen Monat oder für eine nicht
zu kurze Lohnperiode, also etwa über vier Wochen, auf-
gestellt. Als Maßstab des Beschäftigungsgrades dienen die
vorgeschätzten direkten Fabrikationslöhne, die natürlich nur
im Einvernehmen mit der Verkaufsleitung oder einer Sson-
stigen leitenden Stelle richtig angesetzt werden können.
Hierauf zeichnet man die statistische Entwicklung der ein-
zelnen Unkostenarten, also der Reparaturkosten, der Hilfs-
löhne, des Betriebsmaterials, der Gehälter auf, indem man
sie nicht nach Perioden, sondern in Abhängigkeit des Be-
schäftigungsgrades zusammenstellt. Solche Kurven werden
für die Hauptabteilungen des Betriebes bzw. für die einzelnen
Werkstätten hergestellt (Abb. 30), und ihnen entnimmt man
jeweils die in den Kostenplan einzusetzenden Beträge. Man
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