ununterbrochen große Geldbeträge, betriebswirtschaftlich
gesprochen sagt man, daß seine „festen‘ Kosten sehr hoch
sind. Wird die Arbeitsausbringung in einem solchen Unter-
nehmen durch schlechte Disposition, unrentable Einrichtung,
Wartezeiten auf Werkzeug oder Werkstoff oder ähnliches
heiabgesetzt, so schmälert sich hierdurch nicht etwa nur
der Ertrag in prozentualem Grade, sondern man gelangt
unversehens in das Gebiet der reinen Verluste hinein. Die
Bekämpfung aller dieser Verlustquellen ist aber nur durch
eine bis ins einzelne gehende Vorbereitung und Planung
aller Arbeitsstufen und Hilfsmittel möglich, und so ergänzen
sich straffe Betriebsorganisation und Arbeitsvorbereitung
in aller kapitalintensiven, also neuzeitlichen industriellen
Betrieben aufs innigste.
Ganz anders bei den lohnintensiven Betrieben. Auch hier
wirkt sich jede unwirtschaftliche Arbeitsweise natürlich
ertragschmälernd aus, aber doch nur in dem ungefähren
Verhältnis zur Ursache, also etwa proportional. Niemals
kommt es solchen Betrieben so auf die allerletzte rationale
Durchdringung aller Arbeitsvorgänge an, wie sie in den
andern Betrieben Lebensfrage ist; denn der große Apparat
fehlt, dessen Leerlauf mit seinen verderblichen Unkosten
bei schlechter Ausnutzung dauernd eine Gefahr für den
Erfolg des Ganzen bedeutet. Und so spielt denn hier die
Arbeitsvorbereitung eine untergeordnete Rolle; alle Auf-
merksamkeit und Sorgfalt wird in die Arbeitsführung ver-
legt und kleinere Störungen des Arbeitsablaufs werden eben
mit in den Kauf genommen. Denn wohl könnte auch in
solchen primitiveren Betrieben eine exakte Arbeitsvorbe-
reitung manchen Vorteil herausholen; aber damit würde man
den ersten Schritt zur kapitalintensiven Betriebsweise tun
müssen; die Gefahr, die man zu bannen wünschte, wäre
also erst recht heraufbeschworen, wenn man nicht auf
halbem Wege stehen bleiben wollte.
c) Die Elemente der Arbeitsvorbereitung, Arbeits-
führung und Betriebsabrechnung
Jedes industrielle Erzeugnis ist das Produkt einer Reihe
von Arbeitselementen, die sich im Laufe des Arbeitspro-