Die Maschinenbesetzung und das Terminwesen.
An der Grenze zwischen Arbeitsverteilung und Arbeitsführung
liegt die zeitliche Disposition über die Abwicklung
der Aufträge und die Bereitstellung der vorhandenen
Arbeitsmaschinen für die einzelnen Arbeitsgänge,
d. h. die Vorausschau auf ihre spätere Besetzung bei der
Arbeitsabwicklung.
Jeder Auftrag pflegt mit einer bestimmten Lieferfrist
angenommen zu werden, die nur dann eingehalten werden
kann, wenn die einzelnen Stufen der Fertigung ebenfalls
rechtzeitig zur Erledigung gelangen. Verspätet sich der Eingang
der Zeichnungen von seiten des technischen Büros
oder der Eingang des auswärts bestellten Materials, so hat
der Betrieb oft die größten Schwierigkeiten, in der bereits
verkürzten Lieferzeit den Auftrag abzuwickeln. Nun lauern
aber unzählige Feinde der fristgemäßen Ablieferung rechts
und links am Wege der Arbeitsführung. Das Terminwesen
der Arbeitsvorbereitung bemüht sich, sie unschädlich
zu machen.
Schon bei Abgabe des Liefertermins im Angebot ist der
Betrieb zu hören, ähnlich, wie man seine Erfahrungen über
die aufzuwendenden Arbeitslöhne bei der Angebotsvorkalkulation
auch ausnutzt. Der Betrieb hat es also bis zu einem
gewissen Grade in der Hand, daß ihm Termine gesetzt
werden, die er einhalten kann. Natürlich sieht es in der
Praxis oft ganz anders aus. Da macht die Liefertermine
nicht der Betrieb, sondern die Konkurrenz, und der Betrieb
muß wohl oder übel versuchen, durch schnellere Arbeit die
vorgeschriebene Frist einzuhalten, wenn er den Auftrag
nicht verlieren will.
Um überhaupt Liefertermine nennen zu können, bedarf
der Betriebsleiter einer Übersicht über die Besetzung seiner
Werkstätten. Diese Übersichten können je nach Art des
Fabrikates außerordentlich verschieden sein. Bei einer einfachen
Massenfertigung, etwa in einer Papierfabrik, erschöpft
sie sich in einer höchst primitiven Division des Auftragsbestandes
durch die Leistungsfähigkeit der Fabrik in Gewichtseinheiten.
In der Maschinenindustrie, wo unzählige
Arbeitsgänge der verschiedensten Teile sich erst zu einem
.