zeugen und Vorrichtungen, jeder Stillstand durch Motor
oder Transmissionsstörung, jede Krankheit eines Arbeiters
und unzählige andere Verzögerungen würden den ganzen
Plan umwerfen, ganz abgesehen davon, daß man grundsätzlich
eilige Aufträge ablehnen und nicht bevorzugt behandeln
würde — in der Praxis ein völliges Unding!
Man gestalte daher die Besetzungspläne so elastisch wie
möglich und begnüge sich, sowie das Fabrikationsprogramm
wechselnd und vielseitig ist, nur mit Richtterminen, die man
an Hand ganzer Werkstattbesetzungspläne aufstellt. Reichliche
Zuschlagszeiten für den Transportdienst und das nie
ganz zu vermeidende Liegenbleiben der Teilfabrikate zwischen
den einzelnen Arbeitsgängen machen sich stets bezahlt.
Weiß man aus Erfahrung, daß gewisse Maschinen- und
Arbeitsgruppen dauernd überlastet sind, so richte man sein
Augenmerk lediglich hierauf und disponiere für diese
Gruppen die Lieferfristen genau. Man kann dann unbesorgt
sein, daß die übrige Fabrikation mit ihnen mühelos Schritt
halten wird.
Anders natürlich bei reiner Massenfertigung. Hier kann
das Vorausbestimmen der Arbeit für jede Maschinengruppe
auf lange Zeit und eine ganz exakte Besetzung nach Arbeitsgängen
von Nutzen sein. Man wird dann bald erkennen,
ob die Maschinenleistungen in der Weise aufeinander
harmonisch abgestimmt sind, daß sie das Arbeitsprogramm
fristgemäß erledigen können, ohne daß etliche
Gruppen unter- oder überlastet sind. Für Unvorhergesehenes
sind auch hier Reserven bereitzustellen, indem man im Besetzungsplan
von Anfang an etliche Maschinen jeder Gruppe
(etwa 15 bis 20 vH) unbesetzt läßt.
Der Disposition der Werkstättenbesetzung steht gegenüber
das zeitliche Abwicklungsprogramm für den einzelnen Auftrag.
Am besten geht man auch hier graphisch vor, indem
man für jeden Auftrag einen Terminplan nach Abb. 15 aufstellt,
aus dem ersichtlich ist, wann die einzelnen Bearbeitungsstufen
begonnen und beendet sein müssen, um
beim Zusammenbau störungsfrei zusammenzufließen. Bei
Aufstellung solcher Terminpläne muß man grundsätzlıch