b) Die Materialabrechnung
Die Verrechnung des Materialverbrauchs geht auf Grund
les Materialzettels vor sich, der den Wertbeleg des Roh-
;toffes selbst darstellt. Der vom Arbeitsbüro ausgeschriebene
Materialzettel wandert, wie wir gesehen haben, in die Fa-
brik, wird nach Empfang des Materials von dieser 'quittiert
und gibt damit die Unterlage zur Verrechnung des Material-
aufwandes ab. Hierzu müssen die auf ihm vermerkten Auf-
zeichnungen in Geld umgedacht werden, da nur Geldziffern
von der Betriebsabrechnung verarbeitet werden können,
Dies geschieht in der Material- oder Lagerbewertung.
Die Materialbewertung. Dort befindet sich eine
Kartei aller Gegenstände und Stoffe, die innerhalb einer
Fabrik gebraucht werden und auf ihren Lagern vorrätig
sind. Sie ist ein kleines Abbild der Hauptlagerkartei, nur
daß sie über die Lagerbewegung keine Auskunft gibt, son-
dern lediglich über den Wert jedes einzelnen Teils. Nicht
selten ist diese Bewertungskartei mit der Hauptkartei der-
gestalt vereinigt, daß auf letzterer der Bewertungs-Einheits-
preis gleich mit vermerkt ist. Einen Unterschied in der
Behandlung macht dies nicht; unerläßlich ist nur, daß in
der Bewertungskartei tatsächlich jede Art von Rohstoffen
und Halbteilen enthalten ist, also nicht nur die Fabrikations-
rohstoffe, Metall- und Holzsorten, sondern auch alles, was
der Betrieb für seinen eigenen Bedarf abfordern kann, also
Öle, Besen, Transportkästen, Werkzeuge, bis zum fertigen
Antriebsmotor, falls solche in größeren Fabriken vorrätig
gehalten werden.
Auf Grund dieser Kartei erhält nun jeder belieferte
Materialzettel seinen Wert, wozu man sich der Bewertungs-
spalten bedient, die dieser Vordruck zu tragen hat (siehe
Abb. 18, S. 64). Die bewerteten Materialzettel addiert man
in kurzen Abständen, etwa täglich oder wöchentlich, ent-
lastet mit ihrer Gesamtsumme den Lagervorrat und belastet
die Fabrikation, die ja diese Teile zur Erzeugung oder
Weiterverarbeitung in Empfang genommen hat. Sind die
Teile fertig bearbeitet, so wird entsprechend die Fabrikation
wieder entlastet und dafür die Gesamtheit der fertigen Er-