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Da im Laufe der Kriegsjahre Fuhrlöhne infolge der Futtermittelknapp
heit mehr als 100% geftiegen find, mietete die Wohlfahrtzentrale zur Be
wältigung ihres außerordentlich großen Frachtverkehrs eigene Privatfuhr
werke. Für die Pacherei wurden, foweit als möglich, kräftige Frauen
eingeftellt, zu leichten Packarbeiten (z. B. Verladen von Gefchoßkörben)
dagegen, namentlich in den Wintermonaten, in welchen wegen Kohlen
mangels zeitweilig die Schulen gefchloffen werden mußten, Schüler der
Oberkla|fen höherer Lehranftalten herangezogen.
Strickerei.
Zunächft wurden von der Wohlfahrtzentrale unter tatkräftiger Mit
wirkung des Nationalen Frauendienftes eingerichtet: 5 Ausgabeftellen für
Ausgabe von Strickarbeit.
Strickarbeit und 2 Strickftuben zum Anlernen unerfahrener Strickerinnen.
Die Befchaffung der Strickwolle war vielfadi fehr fchwierig. Bevor die
neutralen Staaten die Wollausfuhr verboten, wurde, des billigeren Preifes
wegen, die Strickwolle von Dänemark und Holland bezogen. Seit Be-
fchlagnahme durch die Militärverwaltung wurde die Strickwolle zunächft