letzte Stufe keinen besonderen begrifflichen Ausbau oder spezifische
Behandlung erfahren, und wir werden im letzten Abschnitt dieses
Kapitels sehen, daß auch in den historischen Teilen des Nationalen
Systems wie der Preisschrift diese Ordnung ohne Struktureinfluß
bleibt, dagegen die zuletzt erwähnte und im folgenden Abschnitt auszuführende
Ordnung auch hier vorherrscht.
5. Die Stufentheorie des Pariser Systems ist dem Inhalte nach mit
geringem Unterschied der Anordnung identisch mit dem Vierstufenschema,
das im vorigen Abschnitt wiedergegeben ist. Nur ist es hier
entfaltet und gegliedert und wird auf etwa 50 Seiten des Manuskriptes
ausgeführt; es bildet den Schwerpunkt und die organisierende
Mitte des ganzen Systems, dessen Teile immer wieder begrifflich darauf
zurückbezogen werden. Unexpliziert aber wirkt diese Ordnung
auch im Nationalen System, denn jede einzelne Satzung der Zollpolitik,
der Lehre von der Bevölkerung, der Produktion usw. ist immer
nur gültig für eine der Wirtschaftsstufen; und daß jedes Volk
im Laufe seiner Entwicklung die Wirtschaftspolitik wechseln müsse,
macht ja den zentralen Charakter des Listschen Systems aus.
In der Preisschrift werden im Unterschied zu den anderen Werken
neben den früher erwähnten Unterscheidungen der Nationen nach dem
ersten und zweiten und dritten Grade bei allen systematischen Ausführungen
eindeutig in der ganzen Schrift die Termini des einen
Stufenschemas verwandt,
Am Ende der Ausführung faßt List in der Pariser Schrift den Inhalt
der Stufenlehre in systematisch begrifflicher Form zusammen;
der Aufbau des Schemas ist dreifach gegliedert: Erst werden drei
Perioden des Ackerbaus angeführt, denen drei Stufen der Manufakturen
entsprechen, und am Schlusse wird die vierte Stufe für Ackerbau
und Industrie gemeinsam formuliert. Der Text lautet: „Dans les prec6dents
chapitres, nous avons expose dejä trois neriodes de developnement
de l’agriculture, savoir:
r celle od V’agriculture, sans &tre influencee par le commerce exXterieur,
est 1isolee;
2 celle od l’agriculture est placee sous influence du commerce
exterieur;
3 celle od la force manufacturiere interieure et la force agricole
sont en 6quilibre et ot leurs produits sont du moins pour la plus
grande partie consommes ä Vinterieur®,
A ces trois periodes de d&veloppement agricoles correspondent trois
periodes de developpement manufacturier, savoir:
r celle ou les agriculteurs et les proprietaires confectionnent euxmöemes
la plus grande partie des articles manufactures dont ils
ont besoin, et ou il n’existe que des metiers ordinaires:
celle ol des manufactures plus considerables s’6tablissent concurrement
avec le commerce exterieur ou par le commerce, en
tant qu’il leur est possible de soutenir la concurrence des fabriques
6trangeres, soit par la modicit& des salaires, soit par des
sonditions locales et particulieres; et
>)
VA =