arbeitende Industrie) und die Rückkehr des Alteisens. Die beiden ersten
Schrottquellen ergeben den sogenannten Neuschrott.
Der eigene Anfall der Hüttenwerke sowie der der Eisen- und Stahl-
formgießereien wird statistisch nicht erfaßt. Nach Schätzung der Sach-
verständigen beträgt unter Berücksichtigung der Einsatzgewichte die
Schrottanfallmenge in den Walzwerken durchschnittlich 20 °/, der Walz-
werkserzeug&nısse, Danach würde dieser -Anfah-betragens mm:
(918 .
1924 ,
1925 .
1920 .
1927
Jahr
Walzwerkproduktion
einschl. Halbzeug
3
etwa 1586
+
„1;
3
Schrottanfall
in den Walzwerken
Nionen +
3,12
1,64
2,04
2,04
9259
Die Zahlen erhöhen sich geringfügig durch gewisse sonstige Abfälle
im Stahl- und Walzwerk, Bei einer Höhe. von 2 Mill. t Neuschrott im
Jahre 1925 dürfte der Neuschrottanfall in den. Walzwerken etwa über
ein Drittel des gesamten Schrottverbrauchs liegen. Der Schrottanfall in
den Eisen- und Stahlgießereien ist schwer zu schätzen. Was in den Be-
trieben selbst verbraucht wird, tritt nach. außen nicht in Erscheinung.
Für die Schrottwirtschaft ist der Anfall, der. mengenmäßig weit hinter
den Schrottanfall der Walzwerke zurücktritt, jedenfalls ohne erhebliche
Bedeutung. Bei der weiterverarbeitenden Industrie kann der Neuschrott-
anfall mit durchschnittlich etwa. 10.°/..des Inlandsverbrauchs an Eisen-
und Stahlerzeugnissen angesetzt werden. Naturgemäß schwankt er bei
den verschiedenen Zweigen der Industrie außerordentlich.
Am: undurchsichtigsten ist der Anfall von Schrott aus der Rück-
kehr von Alteisen, Die Entwicklung des Altschrottverbrauchs zeigt
sine wesentlich höhere Zunahme als die des Gesamtschrottverbrauchs.
Der Altechrott stammt aus der Erneuerung des Eisenbahnoberbaues,
les rollenden Eisenbahnmaterials, aus dem Abbruch von Brücken und
Gebäuden, Maschinen und Apparaten und aus alten eisernen Gegen-
ständen aller Art. Zur Schätzung des Altschrottanfalls ist die Größe
der Eiseninvestition in den zurückliegenden Investitionsperioden, der
Anteil der Verluste, die durch Rosten oder aus sonstigen Gründen ent-
stehen, und die Lebensdauer des in Gebrauch genommenen Eisens in
seinen. verschiedenen . Verwendungsarten herangezogen worden. Eine
exakte statistische Klärung über die Höhe der Eiseninvestitionen der
Vergangenheit ist nicht möglich. Es sind Schätzungen versucht worden,
die aus dem anliegenden Gutachten heryorgehen. Die deutsche Eisen-
investition hat nach diesen Schätzungen in der Zeit von 1892 bis 1913
wesentliche Steigerungen erfahren. Die durchschnittliche Eiseninvesti-
tion der Jahre 1909 bis 1913 war um 6° größer als die durchechnitt-