der Ausbau alter und die Gründung neuer Werke (Riesa, Gröditz,
Leipzig, Freital, Pirna, Brandenburg, Hennigsdorf, Spandau, Magdeburg
usw.) ging also auf Kosten der früher vorhandenen billigen Schrotteindeckungsmöglichkeit.
Würden die mitteldeutschen Werke, die an sich
schon von der Braunkohle und der Steinkohle. entfernter liegen als die
Werke in Rheinland und Westfalen, gezwungen. sein, höhere Schrottpreise
oder höhere Frachten zu tragen, dann wäre ihre Existenz aufs
schwerste bedroht.
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Abb. 17. Vergleich der Kernschrottpreise loco Breslau, mit den Kernschrottvankopreisen
frei oberschlesischem Werk und den Kernschrottpreisen frei rheinischwastfälieschaem
Verhraucherwerk 1924 his 19926
Dasselbe trifft erst recht für Oberschlesien zu, denn Oberschlesien
hat, wie aus den Abbildungen 15 bis 17 hervorgeht, für seinen
Schrott frei oberschlesischem Werk heute höhere Preise zu zahlen als
die rheinisch-westfälischen Verbraucherwerke.
Das Fortbestehen und die Weiterentwicklung der mittel- und ostdeutschen
Stahlwerke liegt aber im ureigensten Interesse der eisenverarbeitenden
Industrie, ia der gesamten deutschen Volkswirtschaft. Die
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