Full text : Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Der Anteil Deutschlands an der schwedischen Erzausfuhr hat sich
seit 1913 bis 1925 wie folgt gestaltet:

1918 .

1919 .
1920 .
1921 .
1922 ,
1923 .
1924 .
1925 .

Gesamtausfuhr

in
1000 Tonner

6 440

2417
3.729
4.337
5322
4 958
5 948
8 800

davon nach
Deutschland
in
1000 Tonnen

5 005

477
Hull
258
44.7
708
4263
7198

in %

77,28

61,10
69,75
75,00
74,16
ES
37,55
4.23

Während die Ziffern in den Nachkriegsjahren bis einschließlich
1924 als anormal anzusehen sind, gibt das Jahr 1925 ein zutreffendes
Bild. Seitdem ist der Erzbezug Deutschlands aus Schweden, abgesehen
von der Baissezeit in der ersten Hälfte 1926, weiter gestiegen und wird
1927 eine noch nicht dagewesene Höhe erreichen. Man schätzt den dies-Jährigen
 Erzbezug auf 9 Millionen Tonnen.
Die überragende Stellung Schwedens als Erzlieferant der deutschen
Industrie wird klar, wenn man die Erzversorgung der deutschen Werke
zerlegt nach dem Anteil der verschiedenen. Erzsorten an der Eisen-Srzeugung.
 Dieser ist für die Vereinigten Stahlwerke berechnet, worden
Mit 44,4°% von Schweden/Norwegen, wobei der Anteil Norwegens nicht
Sehr in die Wagschale fällt. Erst in weitem Abstand folgen Spanien/
Afrika mit 15,7%.
Die erwähnte Trafikaktiebolaget Grängesberg-Oxelösund besitzt
und kontrolliert etwa 90°, der schwedischen Eisenerzförderung, dar-Unter
 die oben geschilderten gewaltigen Vorkommen von Kiiruna,
Luossayvaara und Gellivare.in Lappland! und das größte mittelschwedische
 Vorkommen Grängesberg. — Die Gesellschaft, arbeitet mit einem
Aktienkapital von 119 Millionen Kronen und 62,4 Millionen Kronen
Anleihen, Neben den Grubenbetrieben besitzt sie die Eisenbahn von
Grängesberg und Oxelösund und eine stattliche Flotte eigener Erzdampfer.

Die lappländischen Gruben gehören ihrer Tochtergesellschaft, der
Luossavaara-Kiiruna Aktiebolaget, mit einem Aktienkapital von 80 Millionen
 Kronen. An letzterem ist der schwedische Staat mit 50%, beteiligt.
 Der Staat hat eine Option auf den Erwerb der anderen Hälfte
w Aktienkapitals, Die Gesellschaft zahlt dem Staat eine mit der
ge der abgebauten Erze steigende Förderabgabe.
Im Jahre 1927 hatte sich der schwedische! Reichstag darüber zu ent-Scheiden,
 ob er von dem Optionsrecht, wonach die lappländischen Gruben

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