Object : Wirtschaft als Leben

Geschichte  und  Sozialwissenschaft.

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schehens  dar,  das  selber  bis  in  die  letzten  Kategorien  seiner  Erfassung ­
  zurück  ein  spezifisches  ist.  Daher  bedürfte  es  auch  der
vollen  Einsicht  in  die  Eigenart  dieser  „Welt“,  wollte  man  den  Gegensatz ­
  der  beiden  Disziplinen  sachlich  entwickeln;  hier  läßt  er  sich  nur
roh  umzeichnen.
Die  „Welt  des  Handelns“,  die  in  unserer  Idee  als  ein  großer  und
lückenloser  Zusammenhang  lebt,  birgt  einen  letzten  Gegensatz
in  sich:  den  Gegensatz  zwischen  dem  Wechsel  im  Geschehen
und  der  Wiederkehr  im  Geschehenl  Beides  setzt  ein  Zusammenhängen ­
  des  Geschehens  voraus.  Denkt  man  an  vereinzelte
Geschehnisse,  so  lassen  sich  diese  bloß  als  gleich  oder  ungleich  aufeinander ­
  beziehen.  Zur  Wiederkehr  wird  die  Gleichheit,  zum  Wechsel
die  Verschiedenheit  erst  dann,  sobald  man  das  Geschehen  als  ein
zusammenhängendes  in  Betracht  nimmt,  sobald  also  das  Zusammenhängen ­
  hinzutritt.  Wechsel  und  Wiederkehr  sind  daher  für  das
zusammenhängende  Geschehen,  was  Beharren  und  Veränderung
für  das  im  „Ding“  zusammenhängende  Sein  bedeuten.  Man  kann
nur  mehr  im  übertragenen  Sinne  davon  sprechen,  daß  auch  Geschehen ­
  „beharre“,  sofern  es  eben  wiederkehrt,  oder  auch  Geschehen
„sich  verändere“,  insofern  es  nämlich  wechselt.  Als  ganz  unhaltbar
aber  erscheint  jene  —  mit  der  hier  vorgetragenen  Auffassung  sonst
leicht  zu  vermengende  —  geschichtsphilosophische  Konstruktion,  die
in  der  Geschichte  selber,  also  jedenfalls  doch  in  einer  zur  Einheit
zusammenhängenden  Geschehens-Vielheit,  nur  das  ewige  Spiel
zwischen  Beharren  und  Veränderung  ersieht.  Der  Fehler  liegt  nicht
vielleicht  nur  darin,  daß  hier  Ausdrücke  sachlich  gemeint  sind,  die
man  nur  bildlich  verwenden  darf;  es  macht  den  groben  Fehler  aus,
daß  hier  der  Gegensatz  selber,  zwischen  dem  Wechsel  und  der
Wiederkehr  im  Geschehen,  als  ein  sachlicher  genommen  wird,
ganz  so,  als  wäre  er  im  Objekte  begründet.  Dies  läuft  auf  Begriffsrealismus ­
  hinaus,  in  der  noch  zu  erläuternden  Weise.
Übrigens  entbehrt  diese  Konstruktion  nicht  ganz  des  heuristischen
Werts,  so  unhaltbar  sie  auch  ist.  Denn  es  stellen  die  als  „Dinge“
auffaßbaren  Derivate  des  Geschehens  —  „Verhältnisse“,  „Einrichtungen“, ­
  „Gebilde“  usw.  —  etwas  vor,  das  im  echten  Sinne  beharrt
oder  sich  verändert.  Hier  liegt  tatsächlich  das  Bestehen  unablässig
im  Kampfe  mit  dem  Vergehen,  und  daraus  mag  sich  nun  ein  ordnendes ­
  Prinzip  für  den  Ablauf  des  Geschehens  selber  herleiten  lassen.
Der  Gegensatz  zwischen  dem  Wechsel  und  der  Wiederkehr  im
Geschehen  wird  mißverstanden,  faßt  man  ihn  als  einen  bloß  „relativen“ ­
  auf,  unter  der  Begründung,  daß  sich  getrennte  Geschehnisse
            
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