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der zwischen den verschiedenen Hauptgruppen Lebender und Toter
vdestehenden Relationen mit sich führt, wenn man hinsichtlich der
Wanderungen in ähnlicher Weise über Beobachtungen verfügt wie
bei den Sterbefällen. Wenn wir vorläufig das Alter als einzigen
wesentlichen, die Größe der Sterblichkeit beeinflussenden Faktor an-
nehmen, so daß die Sterblichkeit, der die ein- und ausgewanderten
Individuen unterworfen sind, als im wesentlichen analog der Sterb-
lichkeit auf denselben Altersstufen in dem nicht wandernden Teil der
Bevölkerung betrachtet werden kann, dann hat das Vorkommen von
Wanderungen auch nicht bei der Bestimmung der Sterblichkeit auf
den verschiedenen Altersstufen Schwierigkeiten prinzipieller Natur
im Gefolge.
Die von einer Gruppe durchlebte Zeit wird nämlich, genau SO,
wie wenn keine Wanderungen stattfänden, durch die Gesamtlänge
aller Individuenlinienstücke, welche die Gruppe umschließt, bestimmt.
Hat man Individualbeobachtungen für jede einzelne Person, so kann
man, wie oben erwähnt, unmittelbar feststellen, welche Zeit jede
einzelne in der Gruppe zugebracht hat und mittels einfacher Auf-
zählung die durchlebte Zeit finden; liegen dagegen sowohl die Sterbe-
fälle wie die Ein- und Auswanderung auf Haupt- oder Elementar-
gruppen verteilt vor, dann kann man wie oben bei den Sterbefällen an
Hand zweckmäßiger Interpolationsformeln die Zeit bestimmen, welche
die Aus- und Eingewanderten in der Gruppe zugebracht haben, bevor
sie aus- oder seitdem sie einwanderten. Wie bei den Sterbefällen
wird man die Wanderungspunkte auf Gruppen von so kleinen
Dimensionen zu verteilen suchen, daß der Fehler, den man begeht,
wenn diese Punkte als einigermaßen gleichmäßig über die Gruppe
verteilt gedacht werden, als ohne jegliche Bedeutung angesprochen
werden kann. Hinsichtlich der Auswanderung findet man natürlich
hier genau so wie oben bei den Sterbefällen dieselben Resultate be-
züglich der Zeit, welche die Ausgewanderten vor der Auswanderung
in der Gruppe zugebracht haben, wenn hinsichtlich der Verteilung
der Auswanderungspunkte von gleichen Voraussetzungen wie bei den
Sterbepunkten ausgegangen wird. Wie im Anhang erwiesen, wie es
jedoch auch bei einfachem Nachdenken hervorgeht, gelten ferner ganz
entsprechende Resultate für die Zeit, welche die Eingewanderten seit
der Einwanderung in der Gruppe zugebracht haben; beispielsweise
wird die Zeit, welche die in einer 1-jährigen Elementargruppe Ein-
zgewanderten in dieser seit der Einwanderung verlebt haben, auf ca.
+ Jahr für jeden Einwanderer veranschlagt werden können, wenn
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