der amerikanische Traktor Fordson nur 1000 Rubel kostet.*)
Die Produktion der staatlichen Grossindustrie betrug im
Wirtschaftsjahre 1924/25 nur 4 Milliarden Rubel, die Pro-
Juktion. der Landwirtschaft aber, die 20 Millionen Wirt-
schaften. mit etwa 120 Millionen Menschen umfasst, brachte
sinen Ertrag von 9 Milliarden Rubel. Die Sowjetstatistik
weist aus, dass das Einkommen in der Landwirtschaft von
52,26 Tscherwonzen-Rubel pro Kopf im Wirtschaftsjahre
1923/24 auf 103,33 Tscherwonzen-Rubel im Jahre 1925/26
gestiegen ist, d. h. um 65,50%.) :
Wenn man nun alle diese Tatsachen gleichsam in einen
Brennpunkt sammelt, so sieht man mit aller Deutlichkeit,
dass das Bestreben der Kommunistischen Partei, das Land
zu industrialisieren und durch das Vebergewicht der ge-
schaffenen industriellen Armee die Diktatur über dieses
Agrarland auszuüben, misslungen ist. Im Dorfe hat
sich wirtschaftliche Macht angesammelt,
and der von der Bauernschaft ausgehende
planmässige wirtschaftliche Druck — es sei
hier nur auf die Tatsache verwiesen, dass
im Zeitraum vom 1. Okt. 1925 bis 1. April
1926 infolge der Zurückhaltung der Ge-
Sreidevorräte auf jedem Pud (16,38 kg) Ge-
breide, das vom Aussenhandelskommisgsariat
exportiert wurde, eine Verlustrate von
22 Kop. auf Roggen, 4 Kop. auf Weizen,
8 Kop. auf Gerste ruhte — zielt darauf hin,
lie Leiter der Sowjetwirtschaft zu zwin-
gen, die bäuerlichen Lebensinteressen zu
berücksichtigen und den durch das politi-
sche Regime behinderten Verkehr des russi-
schen Wirtschaftskomplexes mit dem Welt-
markt wiederherzustellen, damit der Bauer
sich für seine exportierten Produkte alles
das beschaffen kann, was die Skala seiner
persönlichen Bedürfnisse enthält und was
er zur Intensivierung der Landwirtschaft
an Maschinen und Geräten braucht. Diese
Forderung der Bauern wurzelt auch darin,
dass die Einfuhr von Landmaschinen in dem
Vorkriegsrussland mit seinen hohen Schutz-
zöllen Zollfreiheit genoss.
*) Sozialistitscheskoje Chosjaistwo' Band V 1925.