. Textilindustrie.
Sowjet-
russland
England
Ende des Jahres 1924 in
Tscherwonzen-Rubel
pro Pud
ägypt. Baumwollgarn, Kette, Nr. 60 98,10 63,87
ägypt. Baumwollgarn, Schuss. . . . 119,25 61,98
amerikan. Baumwollgarn, Kette, Nr. 20 38,26 28,15
amerikan. Baumwollgarn, Schuss, Nr. 32 40,54 81,67
Schirting ... . . . . . pro Meter | 0,60 0,22
Diese Ziffern zeigen die geringe Leistungsfähigkeit der
russischen Industrie, wobei nicht ausser acht zu lassen ist,
dass die zu abnorm hohen Preisen gelieferten Fabrikate
durch aussergewöhnlich schlechte Qualität auffallen. —
Der Uraler Korrespondent der ‚„„Ekonomitscheskaja Shisn“
schreibt in Nr. 164 vom 20. Juli 1926 folgendes: „Die
spisch-ruhigen Berichte der Bezirkskommission, die sich
über die Qualität der landwirtschaftlichen Maschinen äussern
sollte, stellen fest, dass die Erntemaschinen der Werke
„Perwomaiski Sawod‘“ und „Kommunar“, die Pflüge des
„Nitwenski Sawod‘“, Typ BK, Pflüge und AErntemäh-
maschinen. der Werke vorm. Hurwitz & Fuchs in bezug auf
Qualität unter aller Kritik ausfallen.“
Die Sowjetregierung entfernt sich ungewollt immer
mehr von ihrem Ziel, den binnenwirtschaftlichen Absatz zu
heben; denn der Weg hierzu führt nur über Verbilligung
der Sachgüter, die sich jedoch bei der beispiellosen Rück-
ständigkeit und Reparaturbedürftigkeit der Werksanlagen.
sowohl der Schwerindustrie als auch der Leichtindustrie
nicht erreichen lässt. — Innerhalb der russischen Stein-
kohlenindustrie ist die Mechanisierung nur in ganz
geringem Umfange durchgeführt. Im Donezbecken ging die
Gewinnung mittels Schrämmaschinen im Jahre 1924 nicht
über 3 bis 4% der Gesamtgewinnung hinaus, die Verladung
der Steinkohle auf die Förderwagen erfolgt von Hand. Dem-
gegenüber belief sich in Amerika im Jahre 1921 der Anteil
der maschinellen Gewinnung auf etwa 65,6%. der Gesamt-
gewinnung. Da in Russland die Arbeiten hauptsächlich von
Hand ausgeführt werden, ergibt sich im Vergleich zu
anderen Ländern natürlich eine ausserordentlich geringe
Förderleistung. Z. B. entfällt auf ginen Bergarbeiter eine
Jahresausbeute von 9500 Pud, wogegen in England die
m