Full text : Nationale Bodenreform

nachdem mit dem Zins die Ursache der heutigen Erwerdkrise
 beseitigt sei (S. 107, 570). Der größte Fehler von
Henry George sei der, daß er für den Kapitalzins eingetreten
 sei, statt in ihm einen mindestens ebenso großen
Feind des Volkswohlstandes zu sehen wie in der privaten
 Grundrente (S. 109-120, 570). Henry George und
ziemlich alle Bodenreformer hätten sich mit der Durchführung
 der direkten Einwirkung der Freigebung des
Bodens begnügt (S. 160, 573) :
„Die indirekte Einwirkung des privaten Bodeneigentums
als Schöpfers des Zinses ist daher weit wichtiger als die
direkte.“ (S. 174-175, 574.)
Mit dem verschwinden des falschen und der großen
Zunahme des wirklichen Kapitals würden Unternehmer
und Arbeiter den vollen Lohn ihrer Arbeit finden, was
heute nicht der Fall sei, weil die Hauptklippe der heutigen
 Gesschäftbetriebe, die Ahsatzschwierigkeit, verschwinden
 werde. Der Mehrverdienst der Volksmasssen werde
den Konsum riesig erhöhen. Eine einzige Mark Mehreinnahme
 per Tag für zehn Millionen Haushalte würde
eine Konsumsteigerung von 3 Milliarden Mark ergeben,
mehr als unseren ganzen Export. Man sehe hieraus,
daß wir nicht nach Kolonien auszuschauen brauchten, um
Absatz für unsere Produkte zu erzielen, denn es gebe noch
die prächtigsten Kolonien zwischen Vogesen und Weichsel,
die mittels des einzigen Zaubersstabes: „Entziehung der
Grundrente aus dem Kapitalmarkt“ so verbrauchfähig
gemacht werden könnten, daß sie zehnmal mehr konsumieren,
 als unser ganzer Export betrage. Bemerkenswert
 ist auch seine Schilderung der Unsummen, die heute
im Konkurrenzkampfe vergeudet werden. Aufwendungen,
 die bei einer zweckmäßigeren Einrichtung der Produktion
 und des Vertriebes gespart und dem Arbeitlohn hinzugefügt
 werden könnten, ohne den Preis der Waren zu
erhöhen (S. 177. 574).

98
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.