REKLAMEZEITSCHRIFTE»
erweist sich für die Zukunft geradezu unerläßlich, um den
Inserenten ständig über den wechselnden Geschmack des
Publikums und über die ständig wechselnde Wirkung seiner
Inserate zu informieren.
e) Die Reklame als Zeitung.
Große Reklameinteressenten sind schon relativ früh dazu
übergegangen, sich nicht bloß auf Inserate: in selbständigen,
von ihnen unabhängigen Zeitungen zu beschränken, sondern
eigene Zeitungen für die Zwecke ihrer Propaganda herauszu-
geben.
In erster Linie sind hier die sogenannten Fremden-
zeitungen, welche von den Verkehrs- und Kurkommissionen
einzelner Orte herausgegeben werden, zu nennen. Die ältesten
sind die des Schweizer Badeortes Ragaz mit dem Erschei-
nungsjahre 1863 und die der Vierwaldstädter-See-Gemein-
den mit dem Erscheinungsjahre 1869.
Dem Warengeschäfte dienen die sogenannten Haus-
zeitungen, welche von gewerblichen oder kaufmännischen
Unternehmungen für ihre Kundschaft herausgegeben werden.
Der Zweck der Hauszeitschriften liegt im wesentlichen darin,
Zeugnis abzulegen für die Bedeutung und die Neuheiten eines
Unternehmens, das genügend Stoff und Anlaß für ein regelmäßig
erscheinendes Blatt besitzt, ferner ständig den Abnehmern oder
sonstigen in Betracht kommenden Kreisen Nachrichten über
das Geschäftshaus zu übermitteln und zumeist auch für die
Verbreitung von Ankündigungen vom billigeren Zeitungs-
porto Nutzen zu ziehen; zahlende Bezieher treten oft ganz
zurück. Von den für Reklamezwecke in Betracht kommenden
Hauszeitschriften zu unterscheiden sind die nur für innere
Aufgaben, nämlich die der Unterweisung usw. des eigenen
Personals dienenden von größeren Geschäftshäusern geschaf:
fenen periodischen Druckschriften.
f) Die Fachpresse,
Zur Fachpresse gehören einerseits die eigentlichen
Fachzeitschriften (Blätter, die in bestimmten Fachkreisen
bzw. Gewerbezweigen gelesen werden, Vereins- und Verbands-
Paneth, Entwicklung der Reklame.