LICHTBILDWERBUNG
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ihren Namen, so z. B. die Verlagsfirma S. Fischer, die Schuh-
firma Salamander usw. usw. (s. Abb. 92), einzelne benützen ihre
Unterschrift als Marke.
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Abb, 9ı. Marke mit dem
Firmanamen und Bilde des
Geschäftsgegenstandes.
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Abb. 92. Marke einer Schuh-
fabrik, deren Begründer den
Namen. Salamander ‘‘hatte.
VIIL. Die Kino- und Theaterreklame.
Die Kinoreklame!) setzte kurz nach der gewerbs-
mäßigen Verwendung des Kinoapparates für Lichtspiel-
theater, d.i. also ungefähr um 1900 ein. Die Kinoreklame
teilt sich in die Diapositivreklame, Spielfilmreklame
und die Trickzeichenfilmreklame. Das erste Jahrzehnt
beschränkte sich fast ausschließlich auf die Diapositivreklame,
welche jedoch in immer größerem Umfange, besonders in den
letzten Jahren von der Filmreklame abgelöst wurde.
Die Diapositivreklame besteht darin, daß in der Regel
handbemalte Glasplatten im Format 8 X 8 cm auf die Lein-
wand projiziert werden. Die durchschnittliche Beleuchtungs-
dauer wurde, um dem Publikum die Möglichkeit eines deutlichen
Erfassens zu geben, mit ca. 6 Sekunden errechnet, ein Zeit-
raum, der selbstverständlich auch von dem Umfange der
auf dem Reklamebild befindlichen Schrift abhängt. In der
Praxis wird die Beleuchtungsdauer in der Regel mit drei
Sekunden bemessen.
Die Mängel dieser Reklame liegen vor allem in der Un-
beweglichkeit des Sujets, welches aus diesem Grunde beim
Publikum wenig Interesse erregt, sowie in der Gebrechlich-
1!) Wertvolles Material für dieses Kapitel stammt von dem Maler
Peter Eng, Wien.