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:aALE AUSSTELLUNGEN
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mit der Zunahme der Exportindustrien und des internationalen
Wettbewerbes immer mehr Raum. Die erste dieser Ausstellungen,
die man als „„‚Weltausstellungen‘ bezeichnet hat, fand
1851 in London statt. Sie sollte als „Industrieausstellung
aller Völker“, ihrem vorsätzlichen Zweck nach, eine „kulturhistorische
Bilanz‘ darstellen und übertraf auch tatsächlich
durch ihren Umfang und ihre glänzenden Veranstaltungen
alles frühere bei weitem; ihr folgten an den verschiedensten
anderen Weltplätzen weitere Weltausstellungen, so 1855 in
Paris, 1862 in London, 1867 in Paris, 1873 in Wien, 1876 in
Philadelphia, 1878 und 1889 in Paris, 1893 in Chicago, 1900
in Paris, 1904 in St. Louis.
Seit Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts verlor
der Gedanke der Weltausstellungen seine beherrschende Bedeutung,
an ihrer Stelle bildeten sich namentlich in England
und seit 1868 auch in Deutschland die „Provinzial- und
Fachausstellungen“ stärker aus.
Soweit die Ausstellungen als Einrichtungen der unmittelbaren
Absatzvermittlung in Frage kommen, treten sie mit
in die Reihe der sonstigen Werbeeinrichtungen für die Industrieunternehmungen
und Kaufleute, also auch in die Reihe der
Messen, der Geschäftsreisenden usw., die sämtlich in ihrer
Bedeutung wieder durch den Stand der allgemeinen Transportverhältnisse
stark beeinflußt werden. Dieser geschäftliche
Charakter der Konkurrenz, der Reklame und des Absatzes
überwiegt bei den Ausstellungen der neuesten Zeit.
c) Bewegliche Ausstellungen und Messen.
Eine der auffallendsten Erscheinungen in der Kundenwerbung
der Nachkriegszeit bildete das Neuerwachen und
Überhandnehmen der Ausstellungen und Warenmustermessen.
Zufolge der politischen Neugruppierung wollte jeder Staat
seine eigene (internationale) Messe besitzen. Selbst in kleinen
Staaten war die alljährliche Abhaltung mehrerer Messen bereits
keine Seltenheit geworden. Diese Umstände hatten begreiflicherweise
eine intensive Konkurrenz in der Werbetätigkeit
der einzelnen Ausstellungs- und Messeleitungen untereinander
um die Besucher zur Folge.