36 ZUSAMMENHANG ZWISCHEN WARE UND SCHILD
Die Stoffe hierzu wurden aus der Bibel, der Geschichte, der
Heraldik, der Tier- und Pflanzenwelt, der Komik usw. entnommen.
Die englische Zeitung ‚‚Spectator‘ vom 2. April
1710 enthält eine
ausführliche Besprechung
des Themas
‚„„Geschäftsschild‘‘;
der Artikelschreiber
führt unter anderem
aus: „Ich würde anordnen,
daß jedes
Geschäft ein Zeichen
benütze, welches einige
Verwandtschaft
mit den Waren besitzt,
mit welchen
eshandelt. Was kann
aber unzusammenhängender
sein als
ein Kupplerhaus mit
dem Zeichen eines
Engels ‘ oder ein
Schneider mit dem
eines Löwen? Ein
Koch soll sich nicht
nennen „ZumStiefel‘‘
undeinSchusternicht
„Zum gerösteten
Schwein‘ ;schließlich
noch als Beweis der
Notwendigkeit dieser
Regelung habe ich einen
Ziegenbock als
Zeichen einesParfumeurs
und den
Kopf des französischen
Königs als Zeichen
eines Schwertfegers
gesehen.“
Abb. 25. Zunftzeichen eines Schlossers,
1659, 75 cm hoch.
(Germanisches Museum, Nürnberg.)